Gedanken zum Sonntag

 

...heisst die neue Rubrik im Höfner Kirchenblatt. Wir weisen jeweils auf das Evangelium des kommenden Sonntags hin. Dazu finden Sie einen Kommentar sowie ein passendes Bild. Die Texte können ein Impuls sein, sich bereits im Vorfeld oder auch die Woche nach dem Sonntag Gedanken dazu zu machen oder die Texte einfach wirken zu lassen. Das erste Evangelium des neuen Jahres ist aus dem Johannes Evangelium.

 










3. Adventssonntag- Lesejahr B

Evangelium: Joh 1,6-8. 19-28

 

Das Licht der Welt…

„Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis

abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht das Licht selbst, er sollte nur

Zeugnis ablegen für das Licht.“

 

Johannes selbst ist kein Messias. Er will nicht über sich sprechen, will nicht eingeordnet werden, er will vondem

Neuen, Frohmachenden sprechen, das Licht, das in die Welt kommt, bezeugen. Er will die Stimme sein, die eine

frohe Botschaft, eine erlösende, befreiende, tröstende und fröhlich machende Botschaft in der Wüste des Lebens             

erkündet. Und er will von dem sprechen, den nun kommt, von dem, durch den diese neue Botschaft wahr wird.

Nicht weniger als die Ankunft einer neuen Heilszeit verheisst Jesaja. Und nicht weniger als die Ankunft des

„Lichts der Welt“ bezeugt Johannes. Diese Frohbotschaft galt den Menschen damals - und sie ist bleibend

gültig für uns heute.

 

Elisabeth Birnbaum

 

 

Adventsfenster im Forum St. Ann Schindellegi

Bild: Thuri Huber

 

Seine Freude zu erobern ist mehr wert als sich seinem Schmerz

zu überlassen.

André Gide


 

2. Adventssonntag – Lesejahr B

Evangelium: Mk 1,1-8

 

Bereitet dem Herrn den Weg!

„(…) Ich habe euch nur mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.“

 

Bereitet dem Herrn den Weg!

Aufeinander zugehen,

beieinander ankommen

einander ankommen lassen.

 

Miteinander reden,

beieinander bleiben,

einander die Last tragen.

 

Miteinander streiten

voneinander lernen,

einander die Hand reichen.

 

Füreinander bitten,

aufeinander zählen,

miteinander loben.

 

Alle Menschen werden das Heil sehen,

das von Gott kommt.

(aus: Gemeindebibel)

 

 

 

Bild: Bruno Füchslin, Richterswil

 

Auf vielen Wegen kannst du dich verlieren. Finden nur auf deinem.           

Else Pannek

 

 

 

 

1. ADVENTSSONNTAG – Lesejahr B

Evangelium: Mk 13,33-37

 

Seid wachsam!

„Seid also wachsam! Denn Ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt….“


Mit dem ersten Adventsonntag beginnt eine vierwöchige Zeit der Besinnung, der Stille und Freude auf das grosse Weihnachtsfest. Oft ist diese Zeit jedoch überladen mit Aktivitäten, Einkäufen, abzuarbeitenden Pendenzenlisten…Die

beleuchteten Häuser und Strassen erinnern uns jedoch daran, dass die Zeit des Advents eine besondere Zeit ist. Eine

Zeit des Wartens auf den Herrn, eine Zeit, sich an die Geburt Jesu zu erinnern, der das Licht mit seiner Liebe in die

Welt gebracht hat. „Seid also wachsam“, steht im Evangelium des ersten Adventssonntags. Wachsam sein – sich und anderen Aufmerksamkeit schenken – achtsam im Alltag unterwegs sein und sich Zeit nehmen, hie und da innezuhalten,

das wünschen wir Ihnen und bieten Ihnen auch in diesem Jahr in besonderen Gottesdiensten die Möglichkeiten, dies umzusetzen. Wir laden Sie dazu herzlich ein!

 

Ihr Seelsorgeraum Berg Team

 

Morgengebet im Advent in der Pfarrkirche Wollerau


 

Nur in der Stille wächst die Kraft, ganz Mensch zu sein.

Gertrud Uekötter



 

 

CHRISTKÖNIGSSONNTAG – Lesejahr A

Evangelium: Matt 25,31-46


 „(…) Was Ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.(…).“

 

Seltsam

ich nehme mir Zeit
und Kraft fürs Gebet

und habe mehr Kraft

und Zeit

ich richte mein Tun

auf dich hin aus

und mein Handeln

verändert sich

du dringst ein und nichts

ist mehr so wie es war

Wichtiges wird unwichtig

Unwichtiges wichtig

du stellst mein Leben

auf den Kopf

und ich

lasse mich

ich gebe mich

dir

Andrea Schwarz (aus: Du Gott des Weges segne uns)


 

 Bild: Bruno Füchslin, Richterswil

 

Immer ist die wichtigste Stunde die gegenwärtige;

immer ist der wichtigste Mensch, der dir gerade  gegenübersteht; immer ist die wichtigste Tat die Liebe.

Meister Eckhart


30. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr A

Evangelium: Mt 22,34-40

 

Fangfrage

„Als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Saduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie bei ihm zusammen. 

Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn: Meister, welches Gebot im

Gesetz

ist das Wichtigste?“

 

Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken,

dies ist das wichtigste und erste Gebot. Du sollst deinen Nächsten lieben wie Dich selbst, ebenso wichtig!

Bei Matthäus werden die beiden Gebote des Alten Testaments untrennbar verbunden. „An diesen beiden

Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten“ – das Wort hängen ist dasselbe, das für das Hängen

der Tür in der Türangel verwendet wird. Dieses Doppelgebot bildet gleichsam das Scharnier für das gesamte

Gesetz. „Liebe – und dann tu, was du willst.“ So drückt Augustinus es aus – so einfach und doch die grösste

Herausforderung!

Renate Hinterberger-Leidinger

 

 

Foto: Bruno Füchslin, Richterswil

 

Jeder Tag bietet eine Möglichkeit, lieben zu können,

wachsen zu können.

Carol Ann Hierl



28. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr A

Evangelium: Matt 22,1-14/ 22,1-10

 

Wir sind alle eingeladen…

„(…) Die Diener gingen auf die Strassen hinaus und holten alle zusammen, die sie trafen, Böse und Gute,            

und der Festsaal füllte sich mit Gästen. (…).“

 

Er kennt die Nächte derer,

die keine Hoffnung haben.

Er öffnet den Ausgeschlossenen die Tür

und gibt Ihnen eine Bleibe.

Er nimmt die auf,

die keiner haben will.

Er hört das Stöhnen der Kranken,

kommt denen entgegen,

die den Tod fürchten

in schlaflosen Nächten.

Er kennt die Trauer

der Zurückgebliebenen.

Er erbarmt sich der Hungernden.

Er lädt die Gescheiterten

an seinen Tisch.

Den Weinenden wischt er

mit eigenen Hand

die letzte Träne

vom Gesicht.

 

Seht, da ist unser Gott,

auf den wir

unsere Hoffnung setzen.

 

(aus: Gemeindebibel)

 

Wenn der Weg unendlich scheint

und plötzlich nichts mehr gehen will, wie du es wünschst

– gerade dann darfst du nicht zaudern.

Dag Hammerskjöld


27. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr A

Evangelium: Mt 21,33-44

 

Stein des Anstosses oder Eckstein?

„(…) Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden (…).“

 

 

stein

steine

als baumaterial

für gebäude und brücken

zum strassenbau

als markierungen an pfaden

zum spielen und sammeln

 

aber steine

auch

als grosse brocken am weg

zum bauen von mauern

zum verletzen und töten

 

jesus

verworfen und gebrochen

aufgerichtet

fels in der brandung

fundament unseres glaubens

zusammen-halt

zum eckstein geworden

für uns

 

Ingrid Penner

 

 






Das diesjährige Helferfest stand unter dem Thema „Steine“      

Foto: Armando Pirovino

 

Wer ein lohnenswertes Ziel vor Augen hat,                                        

überwindet auch steinige Wegstrecken.

Esther Damm


Kreuzerhöhung – Lesejahr A

Evangelium: Joh 3,13-17

 

 

Marterl am Weg

 

Grenzerfahrung

erdenschwer

Glück und Leid

am Wegrand in Stein gemeisselt

Zeugnis von wildem Schmerz

und doch hängt ein hauchza

rtes Ahnen

in den Birkenzweigen

neben dem Kreuz

dass es womöglich

noch eine andere Dimension gibt

die der Grenze des Verstandes durchbricht

als stünde die Zeit still

als wäre gestern morgen

und heute vor langer Zeit

und unmerklich wandelt sich der Schmerz           

in einen Quellgrund der Hoffnung.


Magdalena Froschauer-Schwarz

 

  

 



Bild: Susanne Wallimann



26. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr A

Evangelium: Matt 21,28-32

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Sonntag, 28. September 2014, wird dem Gebet für die III. außerordentliche Generalversammlung der

Bischofssynode gewidmet sein aufgerufen. In Rom wird jeden Tag in der Kapelle der Salus Populi Romani der

Basilika Santa Maria Maggiore in der Intention gebetet werden. Die Gläubigen können sich in ihren persönlichen

Gebeten dem Anliegen anschließen, vor allem in den Familien., die vom 5. bis zum 19. Oktober zum Thema

„Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung“ stattfinden wird. Die Ortskirchen,

die Pfarreien, die Institute des geweihten Lebens sowie die Verbände und Bewegungen sind in den Tagen vor und       

während der Synode zum Gebet für die Synode in den Eucharistiefeiern und in den anderen Gottesdiensten.

Empfohlen wird das Gebet zur Heiligen Familie für die Synode, das Papst Franziskus verfasst hat:


Jesus, Maria und Josef,

in euch betrachten wir

den Glanz der wahren Liebe,

an euch wenden wir uns voll Vertrauen.

Heilige Familie von Nazareth,

mache auch unsere Familien

zu Orten der Gemeinschaft und Räumen des Gebetes,

zu echten Schulen des Evan

geliums

und kleinen Hauskirchen.

Heilige Familie von Nazareth,

nie mehr gebe es in unseren Familien

Gewalt, Verschlossenheit u

Wer Verletzung erfahren oder Anstoß nehmen musste,nd Spaltung:

finde bald Trost und Heilung.

Heilige Familie von Nazareth,

möge die kommende Bischofssynode

in allen wieder das Bewusstsein erwecken

für die Heiligkeit und Unantastbarkeit der Familie,

für ihre Schönheit im Plan Gottes.

Jesus, Maria und Josef,

hört und erhört unser Flehen!

 

Je mehr wir im stillen Gebet empfangen,

desto mehr können wir in unserem täglichen Leben ausgeben.

Mutter Teresa

 

Allerseelen – Lesejahr A

Evangelium: Matt 23,1-12

 

Denn wer sich selbst erhöht…

„(…) denn wer sich selbst erhöht, wird ernidrigt, und wer sich selbst ernidrigt, wird erhöht werden. (…)

 

ausgespannt

ausgespannt

zwischen Himmel und Erde

hast du uns eine brücke gebaut

die sogar den tiefsten graben überwindet

in freiheit

hast du uns

den ungangbaren weg geebnet

uns mit hinein erlöst

in den tiefen frieden

der immer war

und immer bleiben wird

wie du die welt bist

und der himmel

und mitten darin

- ich MENSCH –

bin deine grösste liebe

als wäre ich

dein einzigstes

 

Magdalena Forschauer-Schwarz

 

Halte dich an Gott.

Mache es wie der Vogel, der nicht aufhört zu singen,

auchwenn der Ast bricht. Denn er weiss, dass er Flügel hat.                 

Don Bosco


Weihetag der Lateranbasilika – Lesejahr A

Evangelium: Joh 2,13-22

 

Ich träume von einer Kirche

bereit und offen für alle,

die heimat- und ortlos,

Halt und Hilfe suchen.

Ich träume von einer Kirche,

die nicht auf Ämter setzt

und auf Sicherheit,

sondern auf Liebe und Vertrauen.

 

Ich träume von einer Kirche,

in der das Wort des Herrn

mehr gilt als die

Erfolgsrezepte der Welt.

 

Ich träume von einer Kirche,

die, ganz irdisch, die Erde hütet

und alles, was lebt, mitnimmt

auf den Weg in den Himmel.

 

 

Manchmal treffen wir auf

Menschen, an denen uns

etwas fremd ist oder missfäll.

Bewahren wir uns ein weites

Herz. Keiner ist vollkommen,

aber Wohlwollen und liebevolles Verständnis bringen in jedem Menschen das Beste hervor.                         

Bendedikt Ambauer


                                             

Bild: Bruno Füchslin, Richterswil


22. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr A                                                                                                 

Evangelium: Matt 16,21-27

 

Folge mir nach…

„(…) Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“

 

Du siehst uns ins Herz und weisst,

dass wir es ehrlich meinen,

wenn wir dich preisen:

Retter, Heiland, Gottes Sohn.

 

Du siehst uns ins Herz und weisst,

dass wir das Leiden fürchten

und alles tun,

um das Glück des vergänglichen Lebens

zu sichern.

 

Hab Geduld mit allen,

die sich schwer tun mit dem eigenen Kreuz.

Lass denen, die in Trauer versinken,

dein Licht aufgehen.

 

Stütz die Gebeugten,

die Gekrümmten richte auf.

Gib den Ängstlichen Mut.

Lass uns spüren,

dass du der Weg bist

und das Ziel.

(aus: Gemeindebibel)

  

Bild: Susanne Wallimann

  

Es ist kein anderer Weg zu Gott denn durch den Alltag unseres Tuns.

Matthias Claudius

 
 

 


Kreuzerhöhung – Lesejahr A

Evangelium: Joh 3,13-17                                                                                                                          

 

 

Marterl am Weg

 

Grenzerfahrung

erdenschwer

Glück und Leid

am Wegrand in Stein gemeisselt

Zeugnis von wildem Schmerz

und doch hängt ein hauchza

rtes Ahnen

in den Birkenzweigen

neben dem Kreuz

dass es womöglich

noch eine andere Dimension gibt

die der Grenze des Verstandes durchbricht

als stünde die Zeit still

als wäre gestern morgen

und heute vor langer Zeit

und unmerklich wandelt sich der Schmerz

in einen Quellgrund der Hoffnung.

 

Magdalena Froschauer-Schwarz

 

 

 

Bild: Susanne Wallimann 

 

 

22. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr A                                                                                                 

Evangelium: Matt 16,21-27

 

Folge mir nach…

„(…) Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“

 

Du siehst uns ins Herz und weisst,

dass wir es ehrlich meinen,

wenn wir dich preisen:

Retter, Heiland, Gottes Sohn.

 

Du siehst uns ins Herz und weisst,

dass wir das Leiden fürchten

und alles tun,

um das Glück des vergänglichen Lebens

zu sichern.

 

Hab Geduld mit allen,

die sich schwer tun mit dem eigenen Kreuz.

Lass denen, die in Trauer versinken,

dein Licht aufgehen.

 

Stütz die Gebeugten,

die Gekrümmten richte auf.

Gib den Ängstlichen Mut.

Lass uns spüren,

dass du der Weg bist

und das Ziel.

(aus: Gemeindebibel)

  

Bild: Susanne Wallimann

  

Es ist kein anderer Weg zu Gott denn durch den Alltag unseres Tuns.

Matthias Claudius

 

 
 


 

21. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr A

Evangelium: Matt 16,13-20

 

Für wen haltet Ihr mich?

„(…) Ihr aber, für wen haltet Ihr mich? (…).“

Für wen hältst Du mich? Diesen Ausspruch kennen wir, wenn unser Gegenüber uns falsch einschätzt. Sicher haben       

Sie auch schon gesagt: „Für wen hältst Du mich eigentlich?“ Damit wollen wir dem Gegenüber klar machen, dass er

uns Respekt entgegenbringen, dass er uns vertrauen darf. Wie oft schätzen wir andere aus Misstrauen „falsch“ ein

oder sind beleidigt, weil wir nicht verstanden werden. Jesus vertraut Petrus seine Kirche an. Er hält ihn für fähig,

seine Botschaft weiterzutragen. Jesus „baut“ auf die Menschen.

 

 

 

Der Nächste ist nicht der, den ich mag;es ist jeder, der mir nahe

kommt – ohne Ausnahme.

Edith Stein

 

 

 


 

20. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr A                                                                                                        

Evangelium: Matt 15,21-28

 

Wir bitten dich, Herr,

für uns, deine Kirche:

Störe uns,

wenn wir uns sicher fühlen,

als die, die ein Anrecht haben

auf dich und

deine Hilfe;

wenn wir das Brot,

das du uns gibst,

nicht teilen,

den anderen den Platz

an deinem Tisch

nicht gönnen wollen;

wenn wir

gleichgültig träge

an Vorurteilen festhalten,

Rechtfertigungen suchen,

das Herz hart machen,

weitergehen.

 

Wir bitten dich, Herr,

für uns, deine Kirche.

(aus: Gemeindebibel)

 

Bild: Susanne Wallimann

 

 

Gott hat für jeden Menschen einen Weg.

Stefan Wyszynski

 

 

19. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr A

Evangelium: Matt 14,22-33

 

Habt Vertrauen

„(…) Habt Vertrauen, ich bin es; fürchtet Euch nicht! (…)“

Trotz diesem Aufruf von Jesus an seine Jünger, die sich während eines Sturms auf offener See im Boot befinden, beginnt einer der Jünger, Petrus, zu zweifeln und bekommt Angst…Jesus aber rettet ihn und fragt: „Du Kleingläubiger, warum hast Du gezweifelt? „Wie oft zweifeln wir vor bevorstehenden Veränderungen, einer Entscheidung, die wir treffen müssen oder am Vertrauen nahestehender Menschen. Erst kommen leise Zweifel auf, gefolgt von Angst. Diese Angst kann lähmen und uns daran hindern, die nötige Entscheidung zu treffen oder die Veränderung in Angriff zu nehmen. Jesus streckt seine Hand aus und rettet Petrus. Wenn es uns gelingt, mit Hilfe unseres Glaubens und dem Vertrauen, die Zweifel und die Angst zu überwinden, Jesus die Hand zu reichen, dürfen wir beruhigt einen Fuss aufs Wasser setzen und Schritt für Schritt erfahren, dass wir nicht untergehen, dass wir getragen sind.

 

Bild und Text: Susanne Wallimann

 

„Ich setzte den Fuss in die Luft und sie trug.“

Hilde Domin 

 
 


 

18. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr A

Evangelium: Matt 14,13-21

 

Brot des Lebens

„(…) und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf, sprach den Lobpreis, brach die Brote und gab sie den Jüngern; die Jünger aber gaben sie den Leuten, und alle assen und wurden satt. (…).“

Die Menschen folgen Jesus und er lässt sie nicht im Stich. Eigentlich auf dem Weg an einen ruhigen Ort, um für sich alleine zu sein, folgen ihm die Menschen in der Hoffnung, dass er sie „sieht“. Jesus übersieht sie nicht, wendet sich an sie, heilt die Kranken und stellt sein Vorhaben, für sich zu sein, hinten an. Jesus sieht die Not, die Bedürfnisse der Menschen. Die Anhänger Jesus’ glauben an seine Wunderkraft. Sie schenken ihm Vertrauen und werden satt.

 

An Dich darf ich mich wenden.

Du wirst mich sehen.

Auf Deine Stimme will ich hören.

in der Stille des Gebets.

 

Bei Dir darf ich mich ausruhen.

Du wirst mich stärken.

Ich werde gesättigt werden

von Deiner Liebe.

 

 

Bild: Karl Frei


Nur der ist ein Realist, der an Wunder glaubt.

Ben Gurion

 

 

 

17. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr A

Evangelium:Matt 13,44-52

 

Mit dem Himmelreich ist es…

„…wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besass, und kaufte den Acker. (…).“

 

Ich bitte dich, Herr,

gib mir ein hörendes Herz,

dass ich deine Stimme

wahrnehme und verstehe,

was aus mir werden kann.

 

Gib mir ein vertrauendes Herz,

selbst gebastelten Sicherheiten,dass ich es wage, die

die Vorräte und Reichtümer

dranzugeben um deinetwillen.

 

Gib mir ein hörendes Herz,

dass ich unterscheide,

was gut ist und was böse.

 

Und deinen Segen gib mit,

dass mir die Augen aufgehen

für mich selbst

und die Menschen,

die mir Nächste sind….

(Aus: Gemeindebibel)                                                                                                                                        


Durch den Herrn findet jeder Weg sein Ziel.

Sirach, 43,27


 

16. Sonntag im Jahreskeis – Lesejahr A

Evangelium: Matt 13,24-43

 

Lasst beides wachsen…

„In jener Zeit erzählte Jesus der Menge das folgende Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während nun die Leute schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und ging wieder weg. Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein. Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn und sagten: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut? Er antwortete: Das hat ein Feind von mir getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreissen? Er entgegnete: Nein, sonst reisst ihr zusammen mit dem Unkraut auch den Weizen aus. Lasst beides wachsen bis zur Ernte. Wenn dann die Zeit der Ente da ist, werde ich den Arbeitern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in eine Scheune.“.

Dies ist eines der drei Gleichnisse um das Himmelreich aus dem Matthäus Evangelium.

 

Wie oft glauben wir „unser Himmelreich“ erreicht zu haben: Wir tun Gutes, sind hilfsbereit, alles scheint zu „laufen“, da kommt irgendwo her, oft gerade dann, wenn wir nicht damit rechnen, etwas oder jemand, der unsere Pläne durchkreuzt. Eine Enttäuschung, ein unschönes Wort oder gar ein Schicksalsschlag. Wir denken: „Warum trifft es immer mich? Warum darf nicht einfach mal alles gut sein?“ Jesus verspricht; es wird alles gut, es wird eine Gerechtigkeit und eine Zeit der Ernte geben. Doch wir müssen auch das „Unkraut“ in unserem Leben annehmen. Richten wir unseren Bick auf das, was „läuft“, nähren wir das Gute, damit dieses gedeihen und wachsen kann, wie die Pflanzen des guten Samens.

 

Bild und Text: Susanne Wallimann

 

 

Prüft alles, das Gute behaltet!

1. Thess. 5,21 


 

15. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr A

Evangelium: Matt 13,1-9

 

Reich Gottes mitten unter uns

„(…) wer Ohren hat, der höre!“

 

Entlastung

Reich Gottes

Was müssen wir dafür tun?

 

Mehr Aktivitäten?

Mehr Gottesdienste?

Mehr Gebetszeiten?

Mehr karitative Dienste?

Mehr Mission betreiben?

Aber wie und wer?

 

Anfragen und Sorgen

Bedenken und Strukturüberlegungen

 

Jesu Gleichnisse sagen:

aussäen

verschwenderisch

ohne grosse strategische Überlegungen

den Boden sein lassen

nicht den Ertrag vorher berechnen

wahrnehmen

was da vielfach aufgeht

Reich Gottes

mitten unter uns

Ingrid Penner

(aus Biblisches Sonntagsblatt, Bibelwerk Linz)


 

 Bild: Jozef Kuzar

Leben heisst:

          Das Wesentliche aus dem Unwesentlichen herausfühlen und tun.    

Friedrich Kayssler


 

14. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr A

Evangelium: Matt 11,25-30

 

Die Last auf meinen Schultern

„(…) denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht.“

Ein jeder trägt die eigene Last.

Von Tag zu Tag sind wir auf dem Weg

und meinen manchmal, die Spur zu sehen,

die du allen Wegen zugrunde legst.

(aus Gemeindebibel)

 

Bald werden bei vielen wieder die Koffer oder der Rucksack für die Ferien gepackt. Man ist gefordert, sich auf das Nötigste zu beschränken und dennoch kann es sein, dass der Rucksack zu schwer oder der Koffer zu klein ist für all die Sachen, die mitgenommen werden wollen… Oft laden wir viel zu viel Last auf unsere Schultern und meinen, zusätzlich noch die Last anderer tragen zu müssen. Jesus lädt uns jedoch ein, ihm unsere Last abzugeben, sie auf ihn zu laden. So kann es leichter werden auf dem Weg durch das Leben. Welche Lasten muss ich tragen im Vertrauen darauf, dass Gott sie mir auferlegt hat? Welche Lasten lade ich mir selber auf? Was könnte ich Jesus abgeben? Und welche Lasten sind sogar Altlasten, die es zu entsorgen gilt?

 

In diesem Sinne wünschen wir vom Seelsorgeraum Berg Team allen schöne, erholsame und möglichst „leichte“ unbeschwerte Ferientage!

 

 

 Bild und Text:Susanne Wallimann

 

Jeder Tag hat in seinem Gepäck viele kleine Freuden mit dabei.

Monika Rosa

 

 

 

Hl. Petrus und Hl. Paulus – Lesejahr A

Evangelium: Joh 21,1.15-19

 

Weide meine Schafe

„Ein Auftrag für mich – von Jesus mir anvertraut.

So wichtig bin ich!

So von Jesus geschätzt, dass er mir das zutraut.

Mir mutet er diese Aufgabe zu.

Bin ich denn nicht zu schwach, zu klein,

zu gering für diese Aufgabe?

Nein – Jesus sagt: Weide meine Schafe!

In der Nachfolge Jesu darf ich Hirte/ Hirtin sein –

Nahrung geben für Leib und Seele,

für meinen Nächsten da sein,

neu beleben,

den richtigen Weg zeigen und durchsetzen,

Verantwortung tragen unter der Leitung Jesu,

in der Angst beistehen,

in Zweifel und Hoffnungslosigkeit aufrichten und ermutigen,                                                                                

das Leben zum Fest machen

und die Liebe leben.

Weide meine Schafe!

Dieser Auftrag gilt nicht nur mir, sondern auch dir.

Der Auftrag Jesu gilt jedem, der Jesus liebt.

Du und ich – sind einmal Hirte und ein andermal Schaf.

Du und ich – lieben, sind geliebt und werden geliebt.“

Christine Gruber-Reichinger

 

Folge mir nach…

Joh 21


 

 

Dreifaltigkeitssonntag– Lesejahr A

Evangelium: Joh 3,16-18

 

Ewiges Leben…

„Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. (…)“

…“Gott ist die Liebe (1 Joh 4,16). Schwer zu verstehen, dass Gott seinen einzigen Sohn, den er liebt, hingibt. Doch Gott liebt auch uns, liebt die Menschen, liebt die Welt. Er lässt seinen Sohn leiden im Wissen, dass es notwendig ist. Er gibt seinen Sohn hin für uns, damit wir glauben können an das ewige Leben, an die ewige Liebe Gottes. Voll Vertrauen dürfen wir uns ebenso hingeben und glauben. An Gottes Liebe, an das Gute, den Frieden, an das ewige Leben. 

 

 


 

Glauben heisst: Ein Leben lang unterwegs sein – zu Gott und den Menschen

Peter Friebe

 












 
 
 
Bild und Text: Susanne Wallimann

 

6. Sonntag der Osterzeit – Lesejahr A

Evangelium: Joh 14, 15-21

 

«(...) Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, sondern ich komme wieder zu euch. Nur noch kurze Zeit, und die Welt sieht mich nicht mehr, ihr aber seht mich, weil ich lebe und weil auch ihr leben werdet. An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch.»


Jeder von uns ist froh, wenn er bestimmte Wege nicht alleine gehen muss, sondern eine Vertrauensperson da ist, die mitgeht - besonders dann, wenn wir uns nicht sicher sind, wohin der Weg führt oder wir den Weg überhaupt nicht kennen. Wer klug ist, wird sich dann auch auf den Rat und die Wegweisung der begleitenden Person verlassen, um nicht unnötige Um- oder Irrwege zu riskieren. Auch Jesus hat seinen Jüngerinnen und Jüngern - zu denen auch wir gehören - versprochen, auch weiterhin mit ihnen - und uns - unterwegs zu sein. (Bibelwerk Linz)

 

Bild: Susanne Wallimann

 

Leben heisst, auf etwas zuwandern. Ortega y Gasset

 

 

4. Sonntag der Osterzeit - Lesejahr A

Evangelium: Joh 10, 1-10


Das Leben in Fülle

"(...) Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben."

Jesus verspricht in seiner "Bildrede" den Menschen das Leben in Fülle. Er vergleicht sich mit einer Tür, im Gleichnis die Tür eines Schafstall's, die zu einem Leben führt, wo die Menschen, wenn sie durch diese Tür ein- und ausgehen, Weide finden werden; das Leben in Fülle. Jesus sieht sich als Hirten, der - wie ein Schafhirt, der seine Schafe beim Namen kennt - denen, die ihm folgen, dieses verheissungsvolle Leben verspricht. Dies setzt voraus, auf die Führung Jesus zu vertrauen und ihm bedingungslos nachzufolgen.


...ich bin gekommen, damit sie das Leben

haben und es in Fülle haben.

Joh 10,10

Schafherde


  

3. Sonntag der Osterzeit – Lesejahr A

Evangelium: Joh 21,1-14

 

Es ist der Herr!

„(…) Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war (…)“

Die Jünger sind beisammen auf Fischfang am See von Tiberias, wo sich ihnen Jesus nach einer erfolglosen Nacht zum dritten Mal nach seinem Tod offenbarte. Jesus gebot sie, noch einmal das Netz auszuwerfen – und dieses Mal zogen die Jünger ein Netz voller Fische an Land. Jesus ass und trank mit ihnen. Er hatte eine weitere Wundertat vollbracht. Auch nach seinem Tod ist Jesus fähig, Wunder zu wirken. Die Jünger warfen das Netzt erneut aus, obwohl sie die ganze Nacht nichts gefangen hatten. Sie vertrauten Jesus, sie glaubten ihm, dass es möglich ist und sie wurden dafür belohnt. Dies hat sie in ihrem Glauben bestätigt und doch wagten sie, nicht zu fragen, ob dieser Mann, der da mit ihnen ass und trank wirklich Jesus ist. Doch insgeheim wussten sie es.

Wie oft ahnen wir etwas, können es nicht benennen, wissen aber im Innern, dass es stimmt – es ist zumindest unsere Wirklichkeit, wir nehmen es so wahr und oft passiert es auch im “Aussen“, dass sich unser Gefühl bestätigt. Wir dürfen also vertrauen, auf das, was unerklärbar und doch spürbar ist im Leben wie über das Leben hinaus.

Susanne Wallimann

 

 



 Weil Jesus auferstanden ist,

muss alles gut werden.


Soren Kierkegaard

                                                                                                                  

 

 

Bild: Bruno Füchslin, Richterswil

 

 

2. Sonntag der Osterzeit – Lesejahr A

Evangelium: Joh 20,19-31

 

Nicht sehen und doch glauben

„(…) Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben. (…).“

In der Begegnung mit dem Auferstandenen erfahren die Jünger eine neue Wirklichkeit. Sie begreifen, dass die Geschichte Jesu Christi – und auch die Geschichte ihres eigenen Glaubens – nicht zu Ende ist. Enttäuschung wandelt sich in Hoffnung; Zweifel weichen dem Vertrauen. (aus: Gemeindebibel)

 

 

 Foto: Bruno Füchslin, Richterswil


Manchmal ist es das Unscheinbare, durch das wir das Wesentliche erfahren.

Brigitte Theilen                                                                                                                                                  

 

 

 

2. Sonntag nach Weihnachten – Lesejahr A

Evangelium: Joh 1,1-18

 

Ein bedeutungsvoller Anfang

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.“

Dies der Beginn des Evangeliums nach Johannes 1,1-18.

Das Neue Jahr ist für viele gleichzeitig Neubeginn. Eine Chance, Altes abzuschliessen, Neues zu erwarten. Die Worte aus der Bibel, das Gebet können helfen, innezuhalten, um bewusst Abschied zu nehmen und offen zu werden für das, was neu werden will. Aus dem Sonntagsblatt des Bibelwerks Linz folgende Gedanken: “Wer wichtige Beziehungen oder Gegebenheiten im eigenen Leben reflektiert, stellt häufig auch die Frage nach den Ursprüngen: Wie hat alles angefangen? Wer davon erzählt, kann dies nicht „neutral“ tun, denn die subjektiven Erfahrungen von den Anfängen bis in die Jetztzeit lassen sich nicht einfach ausblenden – diese fliessen in die Erzählungen mit ein. Auch die Evangelisten deuten ihre Erfahrungen mit Jesus und sie stellen ihre Aussagen über seine Herkunft in den Dienst ihrer Verkündigungsabsicht. So soll gleich von allem Anfang an klar vor Augen geführt werden, wer dieser Jesus ist und woher er kommt…“

 

Noch liegt der Weg vor uns und es ist offen, an welche Kreuzungen wir gelangen. Die Erfahrungen können helfen,

die für uns richtigen Entscheidungen zu treffen.



Gleichnisse bringen Lebenserfahrungen auf den Punkt und lassen den Gedanken doch freie Bahn.

Aus "Bahngleichnis" von Abt Maritin Werlen OSB


 

 

Taufe des Herrn – Lesejahr A

Evangelium: Mt 3,13-17
 

Himmlisches Zeugnis

 

„…Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe.“

 

Gott „bestätigt“ seine Zusage in der Taufe Jesu mit einem himmlischen Zeichen, wendet sich an ihn, seinen

geliebten Sohn. In der Taufe sagt Gott Ja zu uns Menschen. „Jesus erhält eine Zusage von bleibender Bedeutung,

die in seinem Leben volle Verwirklichung findet. Durch Jesus ist dieses besondere Verhältnis zum himmlischen

Vater auch für uns eröffnet. Mit ihm dürfen auch wir uns als Gottes geliebte Söhne und Töchter wissen, an

denen er Gefallen hat.“ (Karin Peter, Biblisches Sonntagsblatt, Linz)

 

Manchmal öffnet sich auch mir der Himmel auf meinem Werde-Weg – in meiner Berufung Abbild Gottes zu sein.

Ich sehe das Licht am Horizont, sonne mich in Gottes Wärme, berge mich in seiner Nähe und gehe

vertrauensvoll weiter. Ich spüre das lebendige Wasser in mir, erfrische mich an der Quelle, lösche meinen Durst und gehe gestärkt weiter. Ich erfahre Gottes Zusage, Du bist meine geliebte Tochter, Du bist mein geliebter Sohn,

an dir habe ich Wohlgefallen und gehe gesegnet weiter.

(Ingrid Penner)
 

Welche Zusage spüre ich von Gott her für mich?

Welche Zusagen haben andere Menschen für mich?

Was sage ich anderen Mensch zu?

 

  

Bild: Bruno Füchslin, Richterswil

                                                                                                                                                                           

Wer lebenspendende Quellen gefunden hat, soll sie auch anderen zugänglich machen.

Elisabeth Kawa

 

 

     

 

3. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr A

Evangelium: Mt 4,12-23

  

Dem Ruf folgen…

 

„Er rief sie, und sogleich verliessen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus.“

 

Sich berufen fühlen. Wer ruft? Auf wen höre ich? Höre ich, wenn ich gerufen werde? All diese Fragen können auftauchen beim Auszug aus dem Matthäus Evangelium. Die Jünger fühlten sich berufen, Jesus zu folgen. Sie waren bereit, dafür alles stehen und liegen zu lassen; aufzubrechen, ungewiss, wohin der Weg sie führen wird, fühlten sie sich durch Jesus angesprochen, folgten seinem Ruf und fassten Vertrauen in seine Führung.

   

Führe mich, Herr 

auch in Zeiten der Ungewissheit 

durch das Dunkel der Nacht.

 

Gib mir dein Licht, Herr 

damit ich den Weg erkenne 

meinen Weg. 

 

Schenke mir Kraft, Herr

 diesen Weg zu gehen 

zu dem ich mich berufen fühle.

 

Rufe mich, Herr 

in die Stille meines Herzens 

damit ich berührt werde.

 

Lass mich hören, Herr 

um dir folgen zu können 

voll Vertrauen.

 

Text: Susanne Wallimann

 

Bild: Bruno Füchslin, Richterswil – Hüttnersee

 

 Wer der eigenen Berufung auf die Spur kommen möchte, muss dem inneren Hören eine Chance geben. Zeiten der Stille im Trubel des Alltags finden, der Botschaft Gottes in den Texten der Bibel Raum geben, Pilgerreisen an heilige Orte wagen,...“ (aus dem biblischen Sonntagsblatt Bibelwerk Linz)

  

Herr, zeige mir den richtigen Weg.

 

Psalm 86,11

 

   

       

4. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr A

Darstellung des Herrn (Lichtmess)

Evangelium: Mt 5,1-12a

 

Denn das Himmelreich ist nah…


„In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einen Berg. Er setzte sich, und seine Jünger traten zu ihm. Dann begann er zu reden und lehrte sie. Er sagte: Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig seid ihr, wenn ihr um meinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird gross sein.“ Matthäus 5,1-12a

 

 

 Bild: Bruno Füchslin, Richterswil

 

Wir sind dabei, die spirituelle Kraft des Evangeliums neu zu entdecken als Meditation, Besinnung, Stille, Gebet, aber auch als Feier, Gemeinschaft, Freude.


Martin Bogdahn  

 

 


5. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr A

Evangelium: Mt 5,13-16

 

Salz und Licht sein

„Ihr seid das Salz der Erde (...) Ihr seid das Licht der Welt.“

Starke Bilder benutzt der Evangelist; Jesus vergleicht uns Menschen mit Salz und Licht. „Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen?“ und „So soll Euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ Jesus traut uns Menschen zu, Vorbild zu sein, dem Leben „Geschmack“ zu verleihen, unseren Mitmenschen Licht in der Dunkelheit zu sein und ihnen damit Hoffnung zu schenken. Im Alltag reicht eine Kleinigkeit, manchmal ein Lächeln oder ein gutes Wort, achtsames Zuhören, um den Tag für mein Gegenüber und für mich heller zu machen.

 

“Unsere tiefgreifende Angst ist nicht,

dass wir ungenügend sind.

Unsere tiefgreifende Angst ist,

über das Messbare hinaus kraftvoll zu sein.

Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit,

die uns am meisten Angst macht.

Wir fragen uns:

Wer bin ich, mich brillant, grossartig zu nennen?

Dich selbst klein zu halten,

dient nicht der Welt.

Es ist nichts Erleuchtetes daran,

sich so klein zu machen,

dass andere um Dich herum sich nicht unsicher fühlen.

Wir sind alle dazu bestimmt zu leuchten,

wie es die Kinder tun.

Wir sind geboren worden, um den göttlichen Glanz,

der in uns ist, zu manifestieren.

Er ist nicht nur in einigen von uns,

er ist in jedem Menschen.

Und wenn wir unser Licht erscheinen lassen,

geben wir unbewusst den anderen Menschen

die Erlaubnis, dasselbe zu tun.

Wenn wir von unserer Angst befreit sind,

befreit unsere Gegenwart automat isch andere.“

Nelson Mandela

  

 

Bild: Bruno Füchslin, Richterswil

Nicht das viel Wissen befriedigt die Seele, sondern das Verspüren und Verkosten der Dinge von innen her.

Ignatius von Loyola

 

 

 

6. Sonntag im Jahreskreis – Lesejahr A

Evangelium: Mt. 5,17-37

 

Achtsam sein…

 „Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein.“

 …fordert Jesus im Evangelium im Zusammenhang mit den Geboten. Klare Regeln und Strukturen helfen uns im gemeinschaftlichen Zusammenleben. Regeln und Gebote schützen das Recht des Einzelnen. Ein Regelbruch hat nicht nur für mich, sondern auch für die Gemeinschaft in der ich lebe, Konsequenzen. Dafür muss ich bereit sein, gerade zu stehen und Verantwortung zu übernehmen. Wir sind frei, zu wählen, ob wir die Gebote einhalten oder nicht. Jesus aber fordert uns auf, konsequent zu sein und für Gerechtigkeit und Wahrheit einzustehen.

 

Achte auf deine Gedanken,

denn sie werden deine Worte.

Achte auf deine Worte,

denn sie werden deine Taten.

Achte auf deine Taten,

denn sie werden deine Gewohnheiten.

Achte auf deine Gewohnheiten,

denn sie werden dein Charakter.

Achte auf deinen Charakter,

denn er wird zu deinem Schicksal.

 

aus dem Talmud


 

Bild: Bruno Füchslin, Richterswil

 

Jede Entgleisung hinterlässt Schäden, nicht reparable, wenn Menschen involviert sind.

 

Aus „#Bahngleichnis“ von Abt Martin Werlen OSB

   

7. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr A

Evangelium: Mt 5, 38-48

 

Die goldene Regel...

"(...) Auge für Auge und Zahn für Zahn. Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin. (...)"

 

 

 Lesen Sie den Kommentar dazu im aktuellen Kirchenblatt Seite 7

 

 

 

8. Sonntag im Jahreskreis - Lesejahr A

Evangelium Mt 6, 24-34

 

Sorgt Euch also nicht um morgen...

"(...) Sorgt Euch also nicht um euer Leben und darum, was ihr zu essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen habt. Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung? Seht Euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt si. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern? (...) Sorgt also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage."

 

Lesen Sie die Gedanken zum Evanglium im aktuellen Kirchenblatt Seite 7.

 

Nur wer für den Augenblick lebt, lebt für die Zukunft.

Heinrich von Kleist

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