Portrait des Monats

Wir freuen uns, anstelle der „Gedanken zum Sonntag“, welche uns durch das Jahr 2014 begleitet haben, eine neue Serie im Kirchenblatt zu starten. Ab Februar werden wir jeden Monat eine Person aus unserem Seelsorgeraum in Interviewform portraitieren. Ein Auszug aus dem Interview wird im Kirchenblatt veröffentlicht, der ganze Text kann dann hier auf unserer Homepage nachgelesen werden. Diese Aktion soll aufzeigen, wie breitfächrig und vielfältig die Aufgaben, Personen, Berufe und Gruppierungen in unserem Seelsorgeraum sind. Ausserdem soll es zum Mitwirken animieren und Interesse wecken. Im „Portrait des Monats“ werden ausser den Vereinen und Gruppen die kirchlichen Berufe vorgestellt und Sie bekommen einen kleinen Einblick in unseren Arbeitsalltag!

 


 

 

Portrait des Monats Dezember  

 

Den Abschluss unserer Serie „Portrait des Monats „ machen die Kinder des Krippenspiels von Schindellegi. Das Interview führt stellvertretend Ryan Has, der schon das vierte Mal mitspielt.

 

Seit wann spielst du im Krippenspiel mit?

Seit 2012. Dieses Jahr spiele ich meine vierte Rolle. Als erstes war ich ein Bewohner, als zweites Petrus, das dritte Mal hatte ich eine Doppelrolle als Josef und St. Nikolaus und dieses Jahr spiele ich den Josef.

 

Wie kam es dazu?

In der 2. Klasse besuchte ich den Religionsunterricht bei Joachim Cavicchini. Er machte Werbung für’s Krippenspiel und so kam es, dass ich mitspielte.

 

Was genau beinhaltet deine Aufgabe?

Den Text gut lernen. Wir müssen ihn zwar nicht auswendig können aber fliessend sprechen.

 

Was macht dir an dieser freiwilligen Arbeit besonders Freude?

Ich mag das Rollenspiel und finde es einfach cool mitzumachen. Es freut mich auch, wenn die Kirchbesucher Freude an unserem Spiel haben.

 

Was weniger?

Ich mag es nicht, wenn einige während den Proben Unsinn machen. Zum Glück klappt es aber immer gut beim Hauptauftritt.

 

Gibt es besondere Erlebnisse beim Krippenspiel?

Bei meinem zweiten Auftritt als Petrus durfte ich auf die Kanzel, das war super cool.

 

Was hat dich dazu motiviert mitzuspielen?

Es macht einfach Spass.

 

Was wünschst du dir für die Zukunft der Kirche?

In Schindellegi ist alles gut wie es ist. Ich komme gerne zum Ministrieren.

 

Was möchtest du sonst noch sagen?

Ich danke Joachim Cavicchini herzlich, dass er immer wieder die Planung für’s Krippenspiel macht.

 

Herzlichen Dank Ryan und allen Kindern für eure Zeit und das Interview

 


 

Portrait des Monats November  

Diesen Monat porträtieren wir Silvia Grossmann. Sie hilft bei vielen freiwilligen Projekten mit.

 

Seit wann machst du Freiwilligen-Arbeit in Wollerau

Im Oktober 2008 besuchte ich den Grundkurs für Helfende im Besuchsdienst und im Oktober 2009 den Kurs „Sterben und Tod“. Danach engagierte ich mich in verschiedenen Institutionen in Wollerau.

Wie kam es dazu?

Ich habe das Glück, ein erfülltes und glückliches Leben zu führen. Nachdem ich mein Arbeitspensum nach fast 40 Jahren Berufstätigkeit auf 30 % reduziert hatte, wollte ich von meinen Glück an andere Leute weitergeben.

 

Wo hilfst du überall?

Ich bin Begleiterin beim Besuchsdienst, Mithilfe bei der Organisation und Begleitung vom Sonntags-Mittagstisch, Begleitung Seniorenferien, Fahrdienst, Mithilfe Altersnachmittag und Begleiterin und Mitglied des Kernteams von Triangel. Ebenso helfe ich bei diversen Anlässe der Kirche, wie zum Beispiel der Kleiderbörse vom 29/30. November, mit.

 

Was macht dir an der Freiwilligen-Arbeit besonders Freude?

Es finden immer wieder schöne Begegnungen und Gespräche statt. Dies erfüllt mich mit Dankbarkeit.

 

Gab es besondere Erlebnisse oder Erfahrungen im Freiwilligen-Dienst?

Bei der Betreuung in den Seniorenferien oder den Altersnachmittagen gibt es manchmal die Gelegenheit Personen persönlich oder eins zu eins zu Betreuen. Wenn sich dann die Leute mir öffnen und ich spüre, dass sie mir Vertrauen und Zutrauen schenken, die Augen der betreuten Personen leuchten, sind das für mich immer spezielle Erlebnisse.

 

Was hat dich dazu motiviert, unentgeltlich deine Zeit für andere Menschen einzusetzen?

Da ich ein glückliches Leben führe, gebe ich gerne von diesem Glück etwas weiter. Wenn ich dann auch noch sehe, dass die Leute Freude haben, dass ich sie betreue oder ihnen zuhöre, motiviert mich das, meine Zeit weiterhin für andere Menschen einzusetzen.

 

Was wünschst du dir für die Zukunft der Kirche?

Ich wünsche allen Pfarreien so einen offenen Pfarrer und so ein Pfarreiteam wie bei euch im Seelsorgeraum Berg. Es sind alles so soziale, menschenliebende Personen, die die Menschen wirklich gerne haben und der Mensch wird angeschaut.

 

Was möchtest du sonst noch sagen?

Die Schweizer Stiftung „KARIBU Kinderhilfe“ setzt sich für eine hoffnungsvolle Zukunft benachteiligter und behinderter Kinder in Tansania ein. Menschen mit Handicap werden in der Schweiz vom Staat und der Gesellschaft vollwertig anerkannt. In Tansania schämt man sich ihrer, versteckt sie. Sie werden ausgegrenzt, ausgesetzt und sterben oft früh. Im Zentrum St. Francis Boma, dem Hauptprojekt  ist das anders. Es ist eine Oase des Lebens und der Hoffnung für eine bessere Zukunft. Sie bilden eine fröhliche Familie, Spielen, Tanzen und Singen miteinander, ob sehbehindert, taubstumm oder Albinos.

Für mich  ging im Oktober einen Traum in Erfüllung. Wir konnten zusammen mit Vreni, Guido, Pfarrer Jozef und Maria (Katechetin) die Projekte in Tanzania besuchen. Die Zeit in Tanzania, die leuchtenden Augen der vielen Kinder, die lieben Schwestern, die sich ganz zugunsten benachteiligter Kinder einsetzen, haben sich tief in meinem Herzen eingeprägt.

Mir wurde bewusst, welch Privileg es ist, hier in der Schweiz geboren zu sein.

 

Herzlichen Dank Silvia für deine Zeit, dein freiwilliges Engagement und das Interview

 


 

Portrait des Monats Oktober  

Diesen Monat porträtieren wir Sophie Rieder und Werner Rüegg. Beide singen im Ad hoc Chor Schindellegi. Sophie sang im Kirchenchor, der 2009 aufgelöst wurde und singt nun gerne im Ad hoc Chor mit. Werner, der noch nie in einem Chor gesungen hat, hat sich im Ad hoc Chor sofort sehr wohl gefühlt.

 


 

Seit wann gibt es den Ad hoc Chor, und seit wann singt ihr mit?

Der erste Auftritt vom Ad hoc Chor war am Fastenopfersonntag am 21. Februar 2010.

Sophie: Zuerst sang ich im Kirchenchor mit, danach im Ad hoc Chor, insgesamt über 30 Jahre.

Werner:  Seit ca. 7 Jahren singe ich im Ad hoc Chor.


Wie seid ihr zum Chor gekommen?

Sophie: Vor über 30 Jahren wurde ich mit anderen Frauen zum Kaffee-Kränzli bei der damaligen Präsidentin des Kirchenchors eingeladen. Der Dirigent war auch anwesend und informierte uns ausführlich über die Chor-Projekte. Danach nahm ich an einer Probe teil. Ich fühlte mich sofort wohl im Kirchenchor und wurde Mitglied. Nach Auflösung des Kirchenchors war ich froh, dass es eine Folgelösung gab. Denn Singen befreit und gibt Kraft.

Werner: Koni Schenkel, Dirigent des Ad hoc Chores ist mein Nachbar, er konnte mich mit seiner gewinnenden Art motivieren im Ad hoc Chor mit zu singen. Zudem hat es mich interessiert, wie es ist, sich in einem Chor zu engagieren, ohne jemals dabei gewesen zu sein.

 

Was genau beinhaltet eure Aufgabe?

Singen und die angesagten Proben pro Projekt besuchen.

 

Was macht euch am Singen im Chor besonders Freude?

Sophie: Für mich ist singen eine Form Gebet und somit Balsam für die Seele.

Werner: Besonders motivierend war für mich, dass ich als „blutiger“ Anfänger sofort und spontan gut aufgenommen worden war. Zudem herrscht ein gutes und freundschaftliches Klima im Chor. Musik generell hat bei mir einen grossen Stellenwert, besonders die liturgische Musik. Und zwar nach dem Zitat: Ein Gebet ohne Gesang, ist wie ein Körper ohne Seele!

 

Was weniger?

Schade, dass nicht mehr junge Leute in den Chor kommen um zu singen.

 

Gab es besondere Erlebnisse oder Erfahrungen im Ad hoc Chor?

Spezielle Feste waren sicher das Bergfest zur Eröffnung des Seelsorgeraum Berg im 2012 mit Logo-Bekannt-Gabe und den Berggottesdienst auf dem Rossberg im 2014 wo wir mit Singen im Gottesdienst Wollerau zusammen übten und Auftreten durften. Nicht zu vergessen ist die sehr beliebte jeweils an Weihnachten gesungene „Missa Pastoritia“ (Lebkuchenmesse)!

 

Was hat euch motiviert im Chor zu singen?

Das Schöne im Chor ist, dass wir immer nur Projektbezogen singen, also nicht das ganze Jahr proben sondern immer wieder für mehrere Wochen frei sind.

Das der Ad hoc Chor weiterhin bestehen kann.

 

Was sind die Voraussetzungen, die man mitbringen sollte?

Grundsätzlich braucht es keine Voraussetzungen, nicht mal Noten muss man lesen können. Einfach die Freude am Singen braucht es.

 

Was wünscht ihr euch für die Zukunft der Kirche?

Werner: Dass die Frohe Botschaft von Christi weitergegeben werden kann.

Sophie: Das es wieder vermehrt junge Priester gibt.

 

Was möchtet ihr sonst noch sagen?

Am Ad hoc Chor gefällt uns, dass wir Projektbezogen singen können und dann wieder eine Pause geniessen. Unser nächstes Projekt startet am Montag, 7. November um 19:30 Uhr im Forum St. Anna, für den Weihnachtsgottesdienst am 25. Dezember 2016. Es würde uns freuen, neue Sänger/innen zu begrüssen.

 

Herzlichen Dank Sophie und Werner für eure Zeit und das Interview.


 


Portrait des Monats September  

Wir freuen uns, Ihnen heute unser Portrait des Monats präsentieren zu können. Luzia Winet, Gaby Böni und Sonja Burgener, seit diesem Jahr als Leitungsteam der Frauengemeinschaft Wollerau tätig. Alle drei sind engagierte Pfarreiangehörige.

 



Seit diesem Jahr seid ihr im Führungsteam in der Frauengemeinschaft, seit wann wirkt Ihr in der Frauengemeinschaft Wollerau mit?


Zusammengezählt sind es jetzt ungefähr 25 Jahre.

Wie kam es dazu?

Zuerst wurden wir für kleinere Arbeiten in der Pfarrei angefragt, sei es beim Blumenteppich an Fronleichnam mitzuarbeiten, Kleideranpassungen für die Erstkommunikanten machen oder für das Frühstück nach Rorate mit zu helfen. So rutschte die eine und andere nach und nach in die Gemeinschaft.

 

Was genau beinhaltet eure Aufgabe im Führungsteam?


Es sind einige Aufgaben, spontan fällt uns ein:

Spannendes Jahresprogramm erstellen, Einladungen versenden. (Wobei wir immer gerne Ideen aus der Gemeinschaft aufnehmen).

Den Kontakt zu den Menschen im Dorf pflegen, sei es zum Beispiel bei den Jubilarenbesuchen, die wir etwa vierteljährlich machen. Auch das Café nach der Frauenmesse am ersten Donnerstag im Monat ist ein wichtiger Bestandteil unserer Aufgaben.

Soziales unter den Mitgliedern fördern.

Kontaktpflege zu den benachbarten Frauengemeinschaften und Teilnahme an deren Generalversammlung und Kontakt zum kantonalen – und schweizerischen Dachverband.

 

Was macht euch an dieser freiwilligen Arbeit besonders Freude?


Es macht Freude im Führungsteam mitzumachen und den Kontakt zu den Leuten und anderen Ortsvereinen zu pflegen.

Es ist schön, wenn wir viele Mitglieder an unseren Anlässen begrüssen dürfen.

Gab es besondere Erlebnisse oder Erfahrungen als Mitglied der Frauengemeinschaft?

Es freut uns sehr, wenn positive Rückmeldungen von unseren Anlässen oder unserem Tun aus dem Dorf an uns gelangen.

 

Was hat euch dazu motiviert, dieses Amt zu übernehmen?


Unsere frühere Präsidentin Monika Müller wollte nach über 10-jährigem Präsidium zurücktreten. Niemand war bereit, alleine in ihre Fussstapfen zu treten. Wir wollten aber, dass die Frauengemeinschaft weiterlebt. So konnten wir uns entschliessen als Leitungsteam das Steuer der Frauengemeinschaft zusammen in die Hand zu nehmen. Wir sind motiviert mit den restlichen Vorstandsmitgliedern für das Wohl der Frauengemeinschaft zu schauen.

Zudem motiviert auch, dass wir ein Netzwerk über die Gemeinde- und Kantonsgrenze hinaus zur Verfügung haben.

 

Was sind die Voraussetzungen, die man für diese Aufgabe mitbringen sollte?


Zeit. Freude an der freiwilligen Arbeit. Soziale Kontakte pflegen. Delegieren- sprich Arbeiten abgeben.

 

Was wünscht ihr euch für die Zukunft der Kirche?


Die Kirche soll offen sein und mit der Zeit gehen. Dass das Traditionelle mit dem Modernen verbunden wird, die Arbeit der Frauen in der Kirche mehr geschätzt und anerkannt wird.

 

Was möchtet ihr sonst noch sagen?


Wir sind ein gutes Team und die Frauengemeinschaft eine gute Sache. Neumitglieder jeden Alters sind herzliche Willkommen.

Unser nächster Anlass findet am Montag, 24. Oktober statt. Wir werden zusammen einen Kinobesuch in Einsiedeln machen (Komödie). Interessierte melden sich bei Elsi Ott, abends ab 18 Uhr,

Tel: 079 388 01 21

 

Herzlichen Dank Gaby, Sonja und Luzia für eure Zeit und das Interview


 

Portrait des Monats August

 

Diesen Monat porträtieren wir Claudia Beeler und Marianne Marty die im Team der Chinderfiir Wollerau mitwirken.

 





Seit wann wirkt Ihr im Team der Chinderfiir in Wollerau mit?

 

Seit Februar 2015 sind wir im Vorbereitungsteam der Chinderfiir und des KIGODI.

Wir besuchten vorher schon die Chinderfiir mit unseren Kindern und halfen wo es zu helfen gab.

 

Wie kam es dazu?

Pfarrer Jozef Kuzar fragte uns an, als Ionel Lucaci krankheitshalber ausfiel und Schwester Yolanda einsprang.


Was genau beinhaltet eure Aufgabe?

Wir treffen uns zur Vorbesprechung, Themenauswahl der Chinderfiir und überlegen uns, was wir mit den Kindern für ein „Bhaltis“ machen. Während der Feier unterstützen wir Vreni Bürgi und betreuen die Kinder. Nach der Feier offerieren wir Sirup für die Kinder und Kaffee für die Eltern.

 

Was macht euch an dieser freiwilligen Arbeit besonders Freude?

Es ist uns wichtig, den Kindern den Glauben auf eine einfache Art zu vermitteln und die Glaubensgemeinschaft untereinander zu erleben und zu fördern.

 

Was weniger?

Wenn wir eine schöne Vorbereitung für die Chinderfiir gemacht haben und nur wenige Kinder die Feier besuchen, macht uns dies traurig.

 

Gab es besondere Erlebnisse oder Erfahrungen im Kindergottesdienst?

Einmal an Ostern kamen fast 30 Kinder, das war wirklich sehr schön.

 

Was hat euch dazu motiviert, dieses Amt zu übernehmen?

Die eigenen Kinder.

 

Was sind die Voraussetzungen, die man für diese Aufgabe mitbringen sollte?

Aufgestellt, aufgeschlossen und mit dem Glauben gut verbunden. Offen für andere Konfessionen, da die Chinderfiir auch für andere Religionen offen ist.

 

Was wünscht ihr euch für die Zukunft der Kirche?

Dass mehr Leute vor allem Familien mit ihren Kindern vermehrt den Weg in die Kirche finden und dass der Glaube wieder mehr Wichtigkeit bekommt. Dass die Kirche offen ist und sich auch der heutigen Zeit anpasst.

 

Was möchtet ihr sonst noch sagen?

Es freut uns, wenn am 11. September viele Kinder den Kindergottesdienst  besuchen. Auch die Wollerauer sind herzlich nach Schindellegi ins Forum St. Anna eingeladen, da im Moment der Pfarreisaal Wollerau renoviert wird.

Wir haben ein tolles Team, würden uns aber über weitere Interessentinnen und Interessenten freuen, die uns unterstützen.

 

Herzlichen Dank Claudia und Marianne für eure Zeit und das Interview

 

 


Interview für den Juli

 
 

Diesen Monat porträtieren wir Martin Buck. Als Jugendseelsorger gibt er Religionsunterricht, ist im Firmvorbereitungsteam dabei, ist für die Ministranten in Wollerau zuständig und zugleich ist er Präses der Jubla Schindellegi-Feusisberg und vieles mehr. Kurz gesagt: er ist für jegliche Jugendarbeit im Seelsorgeraum Berg verantwortlich.

 

Seit wann bist du im Seelsorgeraum Berg als Jugendseelsorger angestellt?

Mittlerweile bin ich seit fast zwei Jahren in den Pfarreien Wollerau und Schindellegi tätig. Ich bin also seit August 2014 im Seelsorgeraum Berg angestellt.

 

Wie kam es dazu?

Gegen Ende meines Theologiestudiums an der Universität Luzern spürte ich, dass es mich in den Bereich der Jugendpastoral zog. Auf der Jobbörse von www.kath.ch sah ich die Stelle ausgeschrieben und fühlte mich sofort angesprochen. Das Bewerbungsverfahren verlief positiv und so kam es, dass ich am 1. August 2014 meine Arbeit im Seelsorgeraum Berg aufnahm.


Was genau beinhaltet Deine Aufgabe als Jugendseelsorger?

Die Aufgaben eines Jugendseelsorgers sind sehr vielfältig und dadurch äusserst abwechslungsreich. Im Seelsorgeraum Berg beinhaltet meine Arbeit momentan den Religionsunterricht der 6. Klassen in Wollerau sowie an der Oberstufe im Riedmattschulhaus. Dazu gehören auch die verschiedenen Impulstage. Ausserdem wurde mir das Präsesamt der Ministranten Wollerau und der Jubla Schindellegi-Feusisberg übertragen. Die Firmlinge auf ihrem Firmweg zu begleiten gehört ebenso dazu wie alle Anlässe und Angebote, die in Zusammenhang mit der Jugend stehen, wie beispielsweise das Anfang Schuljahr stattfindende „Beten und Bowlen“ zu organisieren. Dazu kommen diverse Arbeiten im Hintergrund wie Sitzungen, Vernetzungstreffen, das Schreiben von Kirchenblattsartikeln und vieles mehr.

 

Was macht dir an dieser Arbeit besonders Freude?

Freude bei meiner täglichen Arbeit machen mir die direkten Begegnungen mit den Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Junge Menschen auf ihrem Glaubensweg in der Schule und der Freizeit zu begleiten, ist ein grosses Privileg und bereitet mir besondere Freude.

 

Was weniger?

Es gibt immer wieder einmal kleinere Herausforderungen, doch diese gehören wie in jedem Job auch bei meinem Beruf dazu. In meiner bisherigen Zeit überstrahlen die freudigen und schönen Momente die weniger erfreulichen Augenblicke.

 

Gab es besondere Erlebnisse oder Erfahrungen im Ausüben deiner Arbeit?

Es gibt immer wieder schön Erlebnisse im Alltag, seien es gelungene Anlässe, stimmige Gottesdienste oder spontane Direktbegegnungen. Davon einzelne Highlights herauszupicken ist schwer. Vergleichbar ist dies mit einem Mosaik: Jedes auch noch so kleinste Teilchen braucht es, damit ein harmonisches Grosses und Ganzes entsteht.

 

Was hat dich dazu motiviert, diese Arbeit zu übernehmen?

Motiviert als Jugendseelsorger tätig zu sein hat mich vor allem der Grund, etwas von dem, was ich selbst in meiner Jugend innerhalb der Kirche erfahren durfte, zurückzugeben. In vielen Gottesdiensten, in der Minischar und überregionalen Anlässen durfte ich die katholische Kirche als eine lebendige und begeisternde Kirche erleben. Anderen Jugendlichen diese Erfahrungen ebenfalls zu ermöglichen, ist mir immer wieder neue Motivation, im Bereich der Jugendseelsorge zu wirken.

 

Was sind die Voraussetzungen, die man für diese Aufgabe mitbringen sollte?

Um in der Jugendseelsorge tätig zu sein, gibt es verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten. Nebst dem Theologiestudium sind auch religionspädagogische, psychologische oder sozialpädagogische Ausbildungswege möglich. Dabei ist wohl die Freude eines der wichtigsten Voraussetzungen für diesen Beruf. Die Kirche bietet aber nebst der Jugendarbeit noch viele andere coole Aufgaben.

Gerne weise ich auf die Homepage www.chance-kirchenberufe.chhin, auf der die vielfältigen Beruf(ung)smöglichkeiten in der Kirche vorgestellt werden.

 

Was wünschst du dir für die Zukunft der Kirche?

Der Kirche der Zukunft wünsche ich, dass sie eine Kirche der Freude bleibt. In einer Welt, die voll Trauer und Angst ist, kann die frohe Botschaft der Kirche den Menschen Freude und Hoffnung bringen.

 

Was möchtest du sonst noch sagen?

Danke – und zwar allen, die sich in irgendeiner Form für die Kirche einsetzen!

 

Herzlichen Dank Martin für deine Zeit und das Interview

 


 

Interview für den Monat Juni  

 

Wir freuen uns, Ihnen heute unser Portrait des Monats präsentieren zu können. Koni Schenkel (KS) und Roman Künzli (RK) sind langjährige Organisten, zuerst in Schindellegi, seit 2012 auch im Seelsorgeraum Berg.

 

Seit wann seid ihr Organisten in Schindellegi?

KS: Seit 1.März 1988

RK: Ich bin seit September 1995 als Organist in Schindellegi tätig, bis Ende 2005 war ich Chororganist


Wie kam es dazu?

KS: Musik begleitet mich schon das ganze Leben. Meine Eltern und alle Geschwister spielten ein Instrument. Ich durfte Klavier lernen. Nach der Lehrerausbildung begann ich mit dem Orgel spielen. Den Orgelunterricht besuchte ich in Wädenswil bei Ursula Hauser. Bald schon durfte ich die ersten Orgeldienste in der Kirche Freienbach übernehmen. Begleitend zum praktischen Orgelspiel besuchte ich in Zürich einen 2-jährigen Organistenkurs und erlangte 1989 das Organistendiplom für Organisten im Nebenamt. Als 1988 in Schindellegi ein Organist gesucht wurde, meldete ich mich dort und wurde daraufhin angestellt.

RK: Der damalige Präsident des Kirchenchors Schindellegi, Werner Scheiwiller, hat mich angefragt, ob ich hie und da Orgeldienst übernehmen könnte. Ich habe zugesagt und aus gelegentlichen Einsätzen wurden im Lauf der Zeit immer regelmässigere Dienste.


Was genau beinhaltet eure Aufgabe als Organist.

KS: Die Hauptaufgabe sehe ich in der musikalischen Gestaltung der sonntäglichen Gottesdienste, sowie der Beerdigungen und Hochzeiten auf der Orgel.

RK: Einerseits die Begleitung der Kirchenlieder und Unterstützung des Gemeindegesanges. Die Liedauswahl erfolgt teilweise in Absprache mit den liturgischen Verantwortlichen. Andererseits die musikalische Gestaltung der Liturgie mit Werken aus der Orgelliteratur, die den liturgischen Zeiten anzupassen sind. Erstellen des Orgeleinsatzplanes.

 

Was macht euch an dieser Arbeit besonders Freude?

KS: Durch die Liedbegleitung auf der Orgel animiere ich die Gottesdienstbesucher zum Mitsingen der Kirchenlieder. Mit den freien Orgelstücken versuche ich den Menschen mit meiner Musik Freude und Trost zu vermitteln.

RK: Die Begeisterung und die Genugtuung, dieses grossartige und wunderbare Instrument Orgel zur Ehre Gottes und zur Freude der Gottesdienstbesucher spielen zu dürfen und den Kirchgängern den Reichtum und Vielfalt der Orgelliteratur näher zu bringen.


Was weniger?

KS: Man hat nur wenige Wochenenden frei. Es ist immer schwieriger Stellvertretungen zu finden, da der Nachwuchs fehlt.

RK: Leider verliert nach meiner Wahrnehmung die Orgel und die Orgelmusik in einer zunehmend säkularen, oberflächlichen und mitunter auch egoistisch geprägter Zeit und Gesellschaft immer mehr an Bedeutung


Gab es besondere Erlebnisse oder Erfahrungen im Ausüben eurer Arbeit?

KS: Ab und zu klatschen die Gottesdienstbesucher am Schluss des Gottesdienstes oder sprechen mich direkt an, wenn ihnen mein Orgelspiel gefallen hat. An Beerdigungen wird manchmal gewünscht, dass ich eins bis zwei Lieder singe oder auf der Flöte ein Stück spiele. Mit meinem Kollegen Roman Künzli verbindet mich seit über 20 Jahren eine besondere Freundschaft. Er begleitet mich auf der Orgel, wenn ich in den Gottesdiensten Flöte spiele oder singe. Auch haben wir schon zusammen vierhändig auf dem Klavier oder auf der Orgel gespielt

RK: Da erinnere ich mich an die Generalrevision der damals fast 100jährigen Orgel in der St. Anna Kirche im Jahr 2004 / 2005. Für mich war es sehr interessant und lehrreich, dieser sehr fachkompetenten Revision durch die Orgelbaufirma Kuhn, Männedorf, beizuwohnen. Die Revision hat auch einige klangliche Verbesserungen mit sich gebracht.

 

Was hat euch dazu motiviert, diese Arbeit zu übernehmen?

KS: Die Freude an sakraler Musik. In den Kirchenräumen mit meist guter Akustik klingt sie besonders schön.

RK: Schon als Kind war ich vom Instrument Orgel mit seinen majestätischen und imposanten Klängen und Klangfarben fasziniert. Ich habe all jene Personen bewundert, welche die Fähigkeit besitzen, dieses Instrument zu spielen! An der Musikschule Freienbach nahm ich dann erst relativ spät, im Alter von 18 Jahren, Orgelunterricht und leistete ab 1994  erste Orgeldienste in Pfäffikon und ab 1995 in Schindellegi. Am damaligen Konservatorium Luzern schloss ich in der Folge mit einem Lehr- und Konzertdiplom für Orgel ab.

 

Was sind die Voraussetzungen, die man für diese Aufgabe mitbringen sollte?

KS: Man sollte religiös sein und kirchliches Interesse mitbringen, natürlich braucht es auch viel Übung, damit man die Orgel überhaupt spielen kann.

RK: Bezug zur Religion und Kirche, ebenso Kenntnis der liturgischen Abläufe und Riten. Die Beherrschung der instrumentenspezifischen Fertigkeiten. Sinn und Gespür für die Auswahl passender Orgelliteratur innerhalb des Kirchenjahres

 

Was wünscht ihr euch für die Zukunft der Kirche?

KS: Ich wünsche mir, dass die Kirche offen bleibt für alle Anliegen der Menschen und nicht in starren Mustern verharrt. Ich erlebe im Seelsorgeraum Berg diesbezüglich sehr gute und engagierte Arbeit.

RK: Es wäre schön und wünschenswert, wenn wieder vermehrt auch junge Menschen den Weg in die Kirche und zum sonntäglichen Gottesdienst finden, damit Gemeinschaft in der eucharistischen Mahlfeier sicht- und spürbar wird. Den liturgischen Verantwortlichen wünsche ich für die Zukunft die Fähigkeit und Kraft, die frohe Botschaft des Evangeliums weiterhin glaubwürdig zu verkünden

 

Was möchtet ihr sonst noch sagen?

KS: Ich fühle mich wohl und getragen im Seelsorgeraum Berg. Wir Organisten verstehen einander auch sehr gut und arbeiten gerne zusammen.

RK: Ich möchte an dieser Stelle meinem Organisten-Kollegen, Koni Schenkel, ganz herzlich für die sehr angenehme Zusammenarbeit während den vergangenen 21 Jahren danken. Ich danke auch all jenen Personen, die mich in meinen Anfängerjahren als junger Organist begleitet und unterstützt haben, namentlich Pfarrer Franz Gwerder. Ein grosses Dankeschön geht auch an Pfarrer Leo Ehrler und die pastorale Mitarbeiterin Charlotte Obrist, die in den Jahren 2003 – 2011 sehr viel zum aktiven Pfarreileben in Schindellegi beigetragen haben. Und zuletzt geht mein Dank auch an alle im Seelsorgeraum Berg tätigen Personen.

 

Herzlichen Dank Koni und Roman für eure Zeit und das Interview

 


 

Interview für den Monat Mai

Diesen Monat porträtieren wir Erika Pfyl. Erika ist engagiertes und freiwilliges Mitglied des Seelsorgerats Schindellegi, seit 2015 auch im Seelsorgerat Berg.

 

 

Liebe Erika, seit wann genau bist du im Seelsorgerat Schindellegi?

Im Januar 2006 sollte ich an meine erste Sitzung des Seelsorgerates Schindellegi. Ich musste mich dann beim damaligen Pfarrer entschuldigen, denn ich war im Spital nach der Geburt meines Sohnes.

 

Wie oder vom wem hast du vom Seelsorgerat erfahren?

Trudi Portmann, damaliges Mitglied im Seelsorgerat, rief mich an, und fragte, ob ich gerne im Seelsorgerat mitwirken würde. Ich sagte spontan zu, denn ich finde ehrenamtliche Arbeit eine sehr wertvolle Sache

Was beinhaltet die Aufgabe des Seelsorgerates?

Als Seelsorgeratsmitglied ist man Verbindung zwischen den Kirchbesuchern und den kirchlichen Angestellten. Wir treffen uns für 3 – 5 Sitzungen im Jahr, organisieren das Adventskranzbasteln, den Suppentag in der Fastenzeit und einige Apéros bei kirchlichen Anlässen. Gerne haben wir auch ein offenes Ohr für die Anliegen der Kirchbesucher und leiten diese weiter.

 Was macht dir an dieser freiwilligen Arbeit besonders Freude?

Gerne bringe ich meine Kreativität (z.B. Adventskränze-od. Sträusse binden) ein. Ebenfalls freut es mich, ohne Entgelt für die Allgemeinheit und die Kirche einen guten Dienst zu machen und anderen eine Freude zu bereiten.

 

Was weniger?

Schön wäre es, wenn es mehr freiwillige Helfer gäbe, auch Junge. Es muss nicht immer alles mit Geld honoriert werden.

 

Gab es besondere Erlebnisse oder Erfahrungen im Ausüben von diesem Amt?

Einmal wurde ich mit dem Seelsorge- und Kirchenrat zu einem Essen eingeladen bei dem auch der Bischof dabei war.

Schön sind auch immer wieder die Treffen mit unserer Partnergemeinde Morschach, wo wir Erfahrungen und Erlebtes austauschen können.

 

Was hat dich motiviert, dieses Amt zu übernehmen?

Es motiviert mich, freiwillig zu helfen, der Kirche und deren Mitglieder einen guten Dienst zu tun. Man muss nicht, umso schöner ist es, wenn man es sich einrichten kann, bei einem Anlass zu helfen!

 

Was sind die Voraussetzungen, die man für dieses Amt mitbringen soll?

Grundsätzlich braucht es keine speziellen Voraussetzungen. Ein Vorteil ist sicher ein guter Bezug zur Kirche und wenn man spontan, offen, flexibel und gut im Dorf integriert ist.

 

Was wünschst du dir für die Zukunft der Kirche?

Wenn die Menschen wieder vermehrt den Weg in die Kirche finden und die Kirche offen für alle Personen ist.

 

Was möchtest du sonst noch sagen?

Es sollen sich mehr Leute (auch jüngere) trauen, ehrenamtliche Arbeiten, auch für die Kirche, auszuführen.

 

Herzlichen Dank Erika für deine Zeit und das Interview


 

 

Interview für den Monat April

Seit wann bist du im Singen im Gottesdienst?

Ich bin seit Beginn des Singen im Gottesdienst im Jahre 2006 mit dabei. Es gefällt mir sehr in diesem motivierten Chor mitzusingen. Gerne begeistere ich andere zum Mitsingen.

 

Wie kam es dazu?

Mit 4 Jahren begann ich zu singen. Wir hatten eine Nachbarin die oft und gerne in die Kirche ging. Sie nahm mich jeweils mit und öffnete mir den Zugang zur Kirchenmusik. Es bereitete mir immer Freude sie zu begleiten. Ich wuchs in Freiburg mit 9 Geschwistern auf. Wir waren mit 10 Kindern ein halber Chor und zu Hause wurde oft und gerne gesungen. Als ich nach Wollerau kam wollte ich mich im Dorf integrieren und so kam es, dass ich im „Singen im Gottesdienst“ mitwirke.

Wie viele Auftritte gibt es im Jahr, an welchen Anlässen singt ihr?

Es sind 3 – 4 Auftritte im Jahr. Meistens singen wir an Pfingsten, Patrozinium St. Verena und an Weihnachten. Ich selber singe noch an Passion Christi und bei der Karfreitagsliturgie mit.

 

Was macht dir Freude am Singen im Gottesdienst?

Ich nehme mir bewusst Zeit zum Singen für den Herrgott. Mit dem Gesang kann ich mich ausdrücken. Singen ist befreiend. (Befreit von Ballast)

 

Gab es besondere Erlebnisse oder Erfahrungen bei einem Auftritt?

Einmal sangen wir an einem Weissen Sonntag mit den Erstkommunikanten vor dem Marienaltar, das war sehr schön.

 

Was motiviert dich, beim „Singen im Gottesdienst“ mit zu machen?

Wir haben in unserem Chor eine sehr schöne Gemeinschaft. Es macht Freude unter der Leitung von Doris Tesch zu singen. Sie ist eine super Dirigentin.

 

Was sind die Voraussetzungen um im Chor mit zu machen??

Noten muss man nicht unbedingt lesen können, es ist aber ein Vorteil, wenn man es kann. Es braucht Anpassungsfähigkeit, Freude am Singen und man muss integrierbar sein. Wir sind diszipliniert bei den Proben und schauen, möglichst bei jeder Probe dabei zu sein.

 

Was wünschst du dir für die Zukunft der Kirche?

Ich wünsche mir mehr Zuwachs für die Kirche und dass die Leute mehr Zeit haben, dem Herrgott danke zu sagen, dass es uns so gut geht. In der Kirche kann man sehr gut Kraft tanken.

 

Was möchtest du sonst noch sagen?

Ein herzliches Dankeschön gilt unserem Pfarrer Jozef Kuzár. Dank ihm haben wir eine schöne Gemeinschaft und ich fühle mich sehr wohl in unserer Pfarrei.

 

Herzlichen Dank für deine Zeit und das Interview

 


 

Interview für den Monat März

Heute portraitieren wir Olivia Zeier, sie ist Katechetin im Seelsorgeraum Berg und hilft auch im Firmvorbereitungsteam.

 

Liebe Olivia seit wann bist du im Seelsorgeraum Berg als Katechetin tätig?

Seit dem 1. August 2013 bin ich im Seelsorgeraum Berg als Katechetin angestellt.

 

Wie kam es dazu?

Im Januar 2013 bin ich auf die Stellenausschreibung des Seelsorgeraum Bergs gestossen. Diese hat mich so sehr angesprochen, dass ich mich spontan auf die Stelle beworben habe. Nach dem üblichen Bewerbungsverfahren wurde ich dann angestellt.

 

Was genau beinhaltet deine Aufgabe als Katechetin?

Als Katechetin gebe ich Religionsunterricht an den Primarschulen Wollerau und Schindellegi sowie an der Oberstufe im Schulhaus Riedmatt Wollerau. Neben dem Unterricht bin ich auch zuständig für die Gestaltung und Durchführung der verschiedenen Schulmessen. Zudem bin ich bei den jeweiligen Versöhnungswegen in Wollerau und Schindellegi, sowie am Sternsingen beteiligt. Um das alles zu organisieren und koordinieren nehme ich an internen und regionalen Sitzungen teil. Zusätzlich zu meinen Aufgaben als Katechetin bin ich noch im Firmvorbereitungsteam.


Was macht dir an dieser Arbeit besonders Freude?

Wenn es mir gelingt im Religionsunterricht besondere Momente für die Schülerinnen und Schüler „entstehen“ zu lassen, in denen sich ihnen ein Zugang entweder zu sich selber und/oder zu ihrem Glauben auftut. Zudem macht mir die Vorbereitung auf Lektionen oder Gottesdienste sehr viel Freude. Dazu schätze ich die Abwechslung.

 

Was weniger?

Manchmal der Zeitdruck sowie ab und zu die geringe Wertschätzung.

Gab es besondere Erlebnisse oder Erfahrungen im Ausüben deiner Arbeit??

Im Dezember hatten wir einen Todesfall an einer der Schulen zu beklagen, was sehr traurig war. Im Team der Religionslehrpersonen ist es uns dann gelungen, den Schülerinnen und Schülern aber auch den Lehrpersonen in Form von Andachten einen würdigen Rahmen für die Verabschiedung zu geben. Dies war eine emotional sehr bewegende und intensive Erfahrung.

 

Was hat dich dazu motiviert, Katechetin zu werden?

Während meines Anglistik-Studiums an der Universität Zürich habe ich in der Erwachsenenbildung gearbeitet und Englisch unterrichtet. Da habe ich gemerkt, dass ich sehr gerne unterrichte. Als dann später unsere Familie in Samstagern wohnte, durfte ich für eines meiner Kinder und seine „Gspänli“ den Heimgruppenunterricht (HGU) geben. Das war eine sehr gute Erfahrung. Es hat dann zwar noch eine Weile gedauert, aber vom HGU zur Katechetinnenausbildung war es dann eigentlich nur ein kleiner Schritt.

 

Was sind die Voraussetzungen, die man für diese Aufgabe mitbringen sollte?

Freude am Unterrichten, am Stoff, den man vermittelt und Freude an den Menschen, die man unterrichtet.

 

Was wünschst du dir für die Zukunft der Kirche?

Für die Zukunft der Kirche wünsche ich mir, dass sich bald der Reformstau auflöst, in der sich die katholische Kirche befindet. Dadurch würden sehr viele Energien frei, die dazu eingesetzt werden könnten, um – wie Pater Martin Werlen sagt – „die Glut unter der Asche“ wieder zu entdecken und zu entfachen.

 

Was möchtest du sonst noch sagen?

Als Katechetin bin ich nicht alleine. Bei der Ausübung meiner Aufgaben werde ich vom guten Team des Seelsorgeraum Bergs tagtäglich unterstützt.

 

Herzlichen Dank ……….. für deine Zeit und das Interview

 

 


 

Interview für den Februar

 

Diesen Monat porträtieren wir Elisabeth Christen (EC) und Brigitte Müller (BM), zuständig für die Hauswartung und Reinigung der Kirche Schindellegi. Sie berichten über ihr Engagement für die Kirche

 

 


Seit wann seid ihr im Seelsorgeraum für die Kirchenpflege zuständig?

Am 1. November 2014 begann unsere Arbeit für die Pfarrei St. Anna.


Wie kam es dazu?

Neben dem Aushilfssakristanenamt suchte unser Pfarrer Jozef Kuzár auch Personal für die Kirchenreinigung. Bei dieser persönlichen Anfrage antwortete Brigitte spontan: „Das machen wir miteinander. Wir helfen gerne, wo man Hilfe braucht“. Natürlich ist auch Dankbarkeit dahinter, weil wir froh sind in unserem Seelsorgeraum, einen so tollen Pfarrer zu haben.


Was genau beinhalten eure Aufgaben als Hauswart der Kirche St. Anna?

Die wöchentliche Kirchenreinigung, die WC-Anlage, je nach Bedarf die Leichenhalle. Die Jahreszeiten bestimmen unseren Arbeitsplan. Im Moment ist Schneeschaufeln und salzen aktuell, im Frühling und Sommer die Umgebung wie Rasenmähen, Pflanzen giessen, den Pfarrhausrain heuen, Hecken schneiden etc. und im Herbst das Laub zusammennehmen.


Was macht euch an dieser Arbeit besonders Freude?

Es ist eine abwechslungsreiche Arbeit. Die spontanen Begegnungen mit den Kirchenbesuchern freuen uns immer. Unter der Obhut des Vaters im Himmel und der lieben Muttergottes zu arbeiten ist schön und wir können unsere Anliegen und Sorgen gleich während den Arbeiten abgeben und so eine Erleichterung im Herzen spüren.


Gab es besondere Erlebnisse oder Erfahrungen im Ausüben eurer Arbeit?

EC: Wir erfahren die liturgischen Jahreszeiten intensiver. Jetzt ist Fastenzeit, das heisst: „Abe fahre“!BM: Die verschiedenen Bekanntschaften, die wir mit den Kirchenbesuchern machen sind sehr schöne Erlebnisse. Ich verspürte auch Dankbarkeit für diese Arbeit, was mir Kraft für den Alltag gibt.


Was hat euch dazu motiviert, diese Arbeit zu übernehmen?

Es ist eine sinnvolle Arbeit. Wir sind dankbar, dass wir mit diesem tollen Team vom Seelsorgeraum Berg zusammenarbeiten dürfen. Ebenfalls können wir immer noch auf die Erfahrung und das Wissen von Thuri und Dorli Huber, unseren Vorgängern, zählen.


Was sind die Voraussetzungen, die man für diese Aufgabe mitbringen sollte?

BM: Freude an der Arbeit, Ausdauer und spontan sein, da vor allem bei den Umgebungsarbeiten nicht alles planbar ist.EC: Die Motivation eine Kirche zu reinigen, die Umgebung im Stand halten und dass die Menschen gern in diesemschönen Gotteshaus einkehren.


Was wünscht ihr euch für die Zukunft der Kirche?

BM: Zufriedenheit und dass die Kirche weiterhin ein ruhiger Ort der Besinnlichkeit ist.EC: Die Menschen sollen spüren, dass es in der Kirche viel Platz gibt. Man kann mit seinen Sorgen und Nöten kommen, sich hinsetzen und Zwiegespräch mit Gott halten. Probieren sie es mal, es hilft und kostet nichts.


Was möchtet ihr sonst noch sagen?

Uns gefällt es sehr in Schindellegi. Wir sind dankbar, dass unsere Arbeit geschätzt wird. Herzlichen Dank auch unserem Arbeitgeber, dem Kirchenrat Schindellegi, Ihr seid Chefs mit Herz.

 

Herzlichen Dank ……… für eure Zeit und das Interview

 


Interview für den Januar


Diesen Monat porträtieren wir Andrea Georgiadis, Kirchenrätin Schindellegi und Vorstandsmitglied im Seelsorgerat Berg. Sie berichtet über ihr Engagement für die Kirche.

 

 Seit wann bist du als Kirchenrätin tätig?

Im Sommer 2012 wurde ich gewählt.

 

Wie kam es dazu?

Ich wurde durch unseren Präsidenten Eugen Hegner angefragt und habe eigentlich spontan zugesagt.

 

Was genau beinhaltet deine Aufgaben im Kirchenrat?

Ich übernahm das Vizepräsidium sowie das Personal. Im Jahre 2012 wurde der Seelsorgeraum Berg gegründet und unser Präsident hat nach dem ganzen Aufbau anschliessend das Präsidium des Vorstandes sowie der Personalkommission übernommen. Meine Aufgabe besteht nun darin, unseren Präsidenten so gut wie möglich zu entlasten und ihm mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Seit letztem Jahr bin ich zusätzlich Aktuarin des Vorstandes.

 

Was macht dir an diesem Amt besonders Freude?

Dieses Amt beinhaltet sehr unterschiedliche Aufgaben, sodass es mir nie langweilig wird. Die Wertschätzung unseres Präsidenten sowie der anderen Mitglieder und des ganzen Seelsorgeteams ist sehr gross, was einem zusätzlich motiviert, sein Bestes zu geben. Durch diese Tätigkeit lernt man viele neue Menschen kennen und zusätzlich darf man erfahren, dass es immer noch viele freiwillige, hilfsbereite Leute gibt.

 

Was weniger?

Ich musste lernen, etwas geduldig zu sein. Heute entscheiden, morgen erledigen geht leider nicht immer. Das mit dem Budget habe ich jetzt aber langsam begriffen.

 

Gab es besondere Erlebnisse oder Erfahrungen im Ausüben dieses Amtes?

Eine meiner schönsten Tätigkeiten war bestimmt das Mitorganisieren der Pfarreinsetzung unseres Pfarrers Jozef Kuzar. An einem solchen Tag geniesst man auch den Kontakt zur Bevölkerung sehr und freut sich, wenn die Menschen so zahlreich erscheinen und mit uns mitfeiern. Ein Highlight jedes Jahr ist auch immer wieder das MitarbeiterInnenessen; an diesem Abend bedankt sich der Kirchenrat bei all seinen MitarbeiterInnen und freiwilligen HelferInnen mit einem gemütlichen Nachtessen.

 

Was hat dich dazu motiviert, dieses Amt zu übernehmen?

Etwas für die Gemeinschaft zu tun, war eigentlich meine grösste Motivation. Und natürlich die Verbundenheit und das Interesse an der Kirche.

 

Was sind die Voraussetzungen, die man für diese Aufgabe mitbringen sollte?

Ich denke für meine Aufgabe braucht es etwas Organisationstalent, das Arbeiten am Computer muss auch Freude bereiten und natürlich Teamfähigkeit.  Der Rest kommt von selber.

 

Was wünschst du dir für die Zukunft der Kirche?

Dass wir wieder spüren, dass wir in der Kirche eine Gemeinschaft sind und das merkt man nur, wenn man an dieser Gemeinschaft auch teilnimmt.

 

Was möchtest du sonst noch sagen?

Ich möchte danke sagen und zwar dem ganzen Seelsorgeteam für ihre wertvolle Arbeit, die sie Tag für Tag leisten. Auch dir, liebe Sandra.

 

Herzlichen Dank ……….. für deine Zeit und das Interview


Portrait Sternsingerinnen im Dezember

 

Ronja Hildbrand, Corinne Suter und Karin Rusterholz waren 6 Jahre als Sternsingerinnen in Schindellegi unterwegs. Sie erzählen über Erlebtes.

 

 

 

Wie kam es dazu, dass ihr Sternsingerinnen wurdet?

Wir haben in der 3. Klasse in der Religion einen Flyer bekommen, mit den Informationen der Sternsinger. Wir waren „gwundrig“ und meldeten uns an.

 

Was genau beinhaltet eure Aufgabe?

Wir bringen den Segen von Haus zu Haus und sammeln Geld für einen guten Zweck.

 

Was macht euch besonders Freude am Sternsingen?

Es macht Freude, anderen zu Helfen und zu sehen, wieviel Geld zusammen kommt. Für uns Sternsinger gibt es manchmal Süssigkeiten, über die wir uns natürlich auch sehr freuen.

 

Was weniger?

Wenn die Leute einem die Türe einfach vor der Nase zuschlagen und nicht hören wollen, was wir zu sagen haben. Ausserdem mussten wir letztes Jahr feststellen, dass wir – nun inzwischen in der 8. Klasse – den Jöö-Effekt verloren haben und uns die Menschen nicht mehr so herzig finden.

 

Gab es besondere Erlebnisse oder Erfahrungen, wenn ihr von Haus zu Haus unterwegs seid?

Die einen Leute finden es sehr toll, wenn die Sternsinger mit ihrem Segen kommen und man wird nett bewirtet.

 

Was hat euch motiviert, bei den Sternsinger mitzumachen?

Einerseits für den guten Zweck, andererseits mit den Kolleginnen unterwegs zu sein, um anderen Menschen zu helfen, war immer eine gute Motivation.

 

Was sind die Voraussetzungen, die man für diese Aufgabe mitbringen sollte?

Man muss Lesen und Singen können und den Mut haben bei fremden Leuten anzuklopfen.

 

Was wünscht ihr euch für die Zukunft der Kirche?

Die Kirche soll bleiben und bei den Menschen attraktiver werden, dass wieder vermehrt Leute in die Kirche kommen.

 

Was möchtet ihr sonst noch sagen?

Die Ministranten/innen sollen konstant erscheinen, dies ist wichtig für die Erfahrung. Wir überlegen uns, wie die Kirche noch attraktiver sein kann auch für junge Leute. Könnte man nach einem Familiengottesdienst evt Guetzle oder Grittibänzen backen, Spaghettiplausch. Im Schulgottesdienst Fürbitten an diejenigen verteilen, die selten in die Kirche  kommen. Die Klassen sollen den Gottesdienst selber gestalten. Den Religionsunterricht mal in der Kirche abhalten und der Pfarrer soll auch anwesend sein.

 

Ich danke euch herzlich für euer Zeit, das Interview und die Anregungen.

 

 


 

Portrait des Monats November

 

Joachim Cavicchini erhielt 2012 die Missio zum Pastoralassistent im Seelsorgeraum Berg. Er wünscht sich für die Zukunft der Kirche viele genügsame Familienmenschen, die mit viel Begeisterung, Mut und Freude zusammen leben und dadurch der Welt zeigen, dass es Alternativen zum Globalkapitalismus gibt.

 

Seit wann bist du im Seelsorgeraum als Pastoralassistent zuständig?

Ich bin seit 2012 Pastoralassistent im Seelsorgeraum Berg

 

Wie kam es dazu?

Weil ich in meiner alten Heimat keine Stelle als Pastoralassistent bekommen habe, war ich im Jahr 2009 auf der Suche nach einer Tätigkeit. Als ich mich bei den Bethlemisten in Immensee für einen missionarischen Einsatz in der Dritten Welt bewarb, wurde ich daraufhin aufmerksam gemacht, dass es in der Schweiz für Theologen unbesetzte Stellen gibt und dass gerade in den Höfen Pfarreien nach Personen für die Jugendseelsorge, insbesondere das Projekt Firmung 18+ suchen.

So bewarb ich mich und wurde zum Gespräch mit Kirchenratsvertretern von Wollerau, Schindellegi und Feusisberg, den damaligen drei Pfarrern und Generalvikar Martin Kopp eingeladen, die alle einen sehr freundlichen und sympathischen ersten Eindruck auf mich machten. Als ich zum zweiten Vorstellungsgespräch nach Schindellegi fuhr und bereits auf der Autobahn die schöne Annakirche mit den wunderbaren Bergen im Hintergrund sah, habe ich meine Entscheidung getroffen und wurde dann tatsächlich auch als Jugendseelsorger angestellt. Schon bald wurde mir von Pfarrer Leo Ehrler mitgeteilt, dass er mit dem Erreichen des Pensionsalters das Pfarramt in Schindellegi aufgeben wolle und dass in der pastoralen Planung ein Seelsorgeraum mit Wollerau vorgesehen sei. Die konkreten Planungen für den Seelsorgeraum begannen und die Zusammenarbeit mit Pfarrer Kuzar weitete sich über den Bereich der Firmung hin aus. Es zeigte sich, dass wir beide gut harmonieren. So machte ich das Pastoraljahr im Bistum und bekam im Jahr 2012 von Bischof Huonder die Missio zum Pastoralassistenten des Pfarrers des Seelsorgeraums Berg.

 

Was genau beinhaltet deine Aufgabe als Pastoralassistent?

Die Firmvorbereitung ist mir seit meiner Anstellung als Jugendseelsorger hier geblieben. Auch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, wie die Vorbereitung auf die erste Heilige Kommunion oder die Organisation des Sternsingens, ist weiterhin ein schöner Teil meiner Tätigkeiten. Mit der Missio kamen Trauerarbeit und auch vermehrt die Vorbereitungen von Gottesdiensten hinzu. Als Seelsorger darf ich Menschen in Trauer und Freude begleiten und ihnen ein offenes Ohr schenken. Auch bin ich Präses der Frauengemeinschaft und der Minis. Ich bereite viele Anlässe vor und  bin auch bei der Durchführung dabei. Ausserdem bin ich Stellvertreter von Pfarrer Kuzar und  versuche ihn in den Bereichen, in denen es mir möglich ist, so gut es geht zu entlasten. Auch zu unserem Beruf gehören Sitzungen, von denen ich manche auch hin und wieder leiten darf. Auch Büroarbeiten gibt es zu erledigen.  

 

Was macht dir an deiner Arbeit besonders Freude?

Meine Arbeit macht mir dann Freude, wenn sie gelingt. Wenn ich zum Beispiel spüre, dass etwas von der Botschaft von Jesus bei uns ankommt, wenn wir im Seelsorgeraum in Gottesdiensten und bei anderen Anlässen Freude, aber auch Trauer miteinander teilen, wenn wir als christliche Gemeinschaft unseren Auftrag nachkommen und uns zum Beispiel bei einem Suppenzmittag für eine bessere Welt einsetzen. Wenn Kinder und Jugendliche gerne Ministrieren oder sich als Sternsingerinnen und Sternsinger für die gute Sache einbringen freue ich mich auch sehr. Wenn sich viel junge Erwachsene auf den nun beschwerlicheren aber hoffentlich auch lohnenderen Weg zur Firmung machen, habe ich Freude. Schön finde ich es auch, dass ich inzwischen schon eine Weile hier tätig bin und miterleben darf, wie aus Kindern erwachsene Leute werden. Ministrantenreisen und Lager, aber auch Ausflüge und Wallfahrten sind mitunter wohl die schönsten Tätigkeiten, die ich ausüben darf.

 

Was weniger?

Weniger Freude habe ich, wenn mir meine Arbeit nicht gelingt. Ich mag es zum Beispiel gar nicht, wenn ich in Streitereien gerate und es mit scheinbar unverbesserlichen Menschen zu tun habe, die ausser ihren eigenen Interessen nichts anderes mehr im Blick zu haben scheinen. Wenn ich das Gefühl habe nicht ernst genommen zu werden und zum Beispiel Kinder und Jugendliche für etwas begeistern soll, das bei ihren Eltern ganz hinten auf der Prioritätenliste zu stehen scheint, da habe ich auch wenig Freude.

 

Gab es besondere Erlebnisse oder Erfahrungen im Ausüben des Berufs?

Davon gibt es eine Menge. Die Begleitung von Menschen, die ein schwerer Schicksaalschlag getroffen hat, ist immer etwas Besonderes, weil sie mich selbst auch immer wieder in Konfrontation mit diesem unbegreiflichen Gott bringt, der so etwas nicht verhindert. Die Begleitung einer besonders glaubensstarken Frau, von der Hauskommunion, über die Scheidegebete am Totenbett bis hin zu ihrem Requiem, war sicher ein Höhepunkt meiner bisherigen Tätigkeit, weil sie mir deutlich gemacht hat, wie wertvoll dieser Glaubensschatz ist, für den wir in der Kirche arbeiten.

 

Was hat dich dazu motiviert, diese Arbeit zu übernehmen?

Ich war bereits als Kind und Jugendlicher in der Ministranten- und kirchlichen Jugendarbeit engagiert und hatte grosse Freude daran.

Für das Theologiestudium habe ich mich schliesslich nach einer zerbrochenen Beziehung  und einem Besuch bei meiner Tante, die Missionsdominikanerin in Afrika ist, entschieden. Ich habe schon immer sehr darunter gelitten, dass die Welt nicht ganz so ist, wie sie Gott wahrscheinlich noch lieber hätte.

 

Was sind die Voraussetzungen, die man für diesen Beruf mitbringen sollte?

Man sollte den schwierigen Spagat zwischen der Vorstellung einer Welt voller Liebe, also des Gottes Reiches und unserer menschlichen Schwäche gut hin bekommen. Kurz gesagt: Das Wichtigste scheint mir Gott und die Menschen lieb zu haben, oder es zumindest immer zu versuchen und dabei die Hoffnung und den Glauben zu pflegen und nicht zu verlieren. Gewisse organisatorische Fähigkeiten sind auch erforderlich. Auch muss es uns Seelsorgenden gelingen sich auf die unterschiedlichen Situationen der Menschen, mit denen wir zu tun haben, einzulassen, dabei aber immer auch für die eigene Seele Sorge zu tragen.

Da wir öfters einmal in einer etwas grösseren Öffentlichkeit stehen, sollte die Angst sich zu blamieren nicht allzu ausgeprägt sein oder zumindest Techniken beherrscht werden, diese Angst zu kontrollieren.

 

Was wünschst du dir für die Zukunft der Kirche?

Viele genügsame Familienmenschen, die mit viel Begeisterung, Mut und Freude zusammen leben und dadurch der Welt zeigen, dass es Alternativen zum Globalkapitalismus mit seinen zwei stupiden Dogmen Gewinn- und Konsummaximierung gibt. Dazuhin viele echte Führungspersönlichkeiten, die Menschen begleiten und nicht nur sich selbst, sondern vor allem die Liebe in der Welt verwirklichen möchten.

 

Was möchtest du sonst noch sagen?

Danke an alle, die uns bei unserer Arbeit wohlwollend unterstützen.

Sei es aktiv oder im Gebet.

 

 

Herzlichen Dank ……….. für deine Zeit und das Interview

 


 

Diesen Monat porträtieren wir Gisela Thomi, Sekretariat Seelsorgeraum Berg, die, nach dem die Kinder flügge geworden sind, eine neue Aufgabe suchte.

 

Seit wann bist du im Seelsorgeraum zuständig für das Sekretariat?

Seit dem 01. September 2011

 

 Wie kam es dazu?

Die Kinder wurden langsam flügge und ich wollte gerne wieder ins Berufsleben einsteigen. Durch die Arbeit im Vorstand der Frauengemeinschaft war ich schon eng mit dem Pfarreileben verknüpft, kannte das Team bereits und als diese Stelle ausgeschrieben wurde, habe ich mich sofort darauf beworben.

 

Was genau beinhaltet deine Aufgaben im Sekretariat

Alle anfallenden täglichen administrativen Arbeiten im Sekretariat inkl. Telefon- und Schalterdienst. Hauptverantwortlich bin ich für die Buchhaltung sämtlicher Pfarreikassen- und Konten und diverser Anlässe, Einträge aller Kasualien (Todesfälle, Taufen und Hochzeiten) in die Pfarrbücher, Stiftsmessen erstellen und verwalten, Aushilfen abrechnen, Verwaltung der elektronischen Pfarreikartei, bei Ferienvertretung auch Kirchenblatt und Homepage.

 

Was macht dir an deiner Arbeit besonders Freude?

Die Arbeit ist sehr abwechslungsreich, mal die eher „trockene“ Buchhaltung die ich genauso mag, wie den Kontakt zu den Pfarreiangehörigen in den verschiedensten Situationen und das tolle Team!

 

Was weniger?

Da fällt mir im Moment nichts ein.

 

Gab es besondere Erlebnisse oder Erfahrungen im Ausüben des Berufs?

Die gibt es sehr oft, seien dies Gespräche am Telefon oder Schalter mit

Pfarreiangehörigen die Trost suchen oder sonstige Hilfe brauchen, einmal wurde ich am Telefon gefragt: „Sind sie die Pfarrerin?“ was mich natürlich zum Schmunzeln gebracht hat. So vielfältig wie dieser Beruf ist, so vielfältig sind auch die besonderen Ereignisse und Erfahrungen die man macht.

 

Was hat dich dazu motiviert, diese Arbeit zu übernehmen?

Meine Ausbildung habe ich bei der Kantonalbank gemacht, mit den Buchhaltungsarbeiten in der Pfarrei kann ich mein Zahlenflair ausleben, dass alleine wäre mir aber zu „trocken“. Ich bin hier in Wollerau aufgewachsen und kenne somit auch sehr viele Pfarreimitglieder, der Kontakt mit Ihnen, egal in welchen Situationen, gefällt mir sehr.

 

Was sind die Voraussetzungen, die man für diesen Beruf mitbringen sollte?

Man muss belastbar sein, flexibel, ein soziales Gefühl und Freude im Umgang mit den Menschen haben, verständnisvoll, gut zuhören können und für mich sehr wichtig, eine positive Einstellung zur katholischen Kirche. Nicht zu vergessen das in der heutigen Zeit auch hier der Umgang mit Computer und sonstigen modernen Kommunikationsmitteln dazugehört.

 

Was wünschst du dir für die Zukunft der Kirche?

Einen Aufwärtstrend in der Kirche, ein schönes Miteinander in der Pfarrei, zusammen den Glauben „pflegen“, leben und spüren.

 

Was möchtest du sonst noch sagen?

Als ich meine Stelle antrat, war ich wirklich überrascht, was alles zu diesem Beruf dazugehört, wie vielseitig und interessant er ist! Wir sind hier ein tolles Team mit dem ich sehr gerne zusammen arbeite!

 

Herzlichen Dank ……….. für deine Zeit und das Interview

 


 


…. Sakristan Norbert Rüttimann

 Wir freuen uns, Ihnen heute unser Portrait des Monats präsentieren zu können. Norbert Rüttimann ist langjähriger Sakristan der Pfarrei St. Verena in Wollerau, welcher sein Jugendhobby zum Beruf gemacht hat.

      

Seit wann bist du in der Pfarrei St. Verena  zuständig als Sakristan

Ich bin seit dem 1. Juni 2000 Sakristan hier in Wollerau, damit bin ich der Dienstälteste von unserem Team.

 

Wie kam es dazu?

In meiner Kindheit und Jugend habe ich in der Innerschweiz schon unserem damaligen Sakristan mitgeholfen, bzw. war sein Stellvertreter, daher wusste ich schon, was der Beruf Sakristan bedeutet und beinhaltet.

1992 kam ich nach Wollerau und habe die Stelle des Sakristans hier ausgeschrieben gesehen, damals war ich aber in einem anderen Beruf sehr engagiert und habe mich deshalb nicht beworben.

Anfangs 2000 war die Stelle wieder ausgeschrieben, da habe ich mich beworben und erhielt die Arbeitsstelle.

 

Was genau beinhaltet deine Aufgabe als Sakristan?

Vor-, Nachbereitung und Begleitung der Gottesdienste, Blumen und Dekorationen, Mit-Leitung der Ministranten, Lektoren- und Kommunionhelferdienst, Umgebung mit allen anfallenden Arbeiten, Hauswart der Kirche und des Pfarreizentrums, Organisation von diversen Anlässen und einfach immer da sein, wenn jemand gebraucht wird.

 

Was macht dir an deiner Arbeit besonders Freude?

Der Kontakt mit ganz verschiedenen Leuten, die abwechslungsreiche Arbeit, ein tolles Team, das selbstständige Arbeiten und das Mithelfen, die Nähe zu Gott bei der Arbeit.

 

Was weniger?

Die weniger angenehmen Putzarbeiten; ich arbeite sechs Tage in der Woche und das ist manchmal auch ein bisschen belastend.

 

Gab es besondere Erlebnisse oder Erfahrungen im Ausüben des Berufs?

Es gibt immer wieder besondere positive Erlebnisse: z.B. sprechen mich viele Personen wegen diversen Dingen und „kleinen Problemen“ an oder ich erhalte spontan ein herzliches Dankeschön für meine Arbeit. Natürlich gibt es auch negative Erfahrungen: z. B. nach einem grösseren Anlass im Dorf durfte ich am Sonntagmorgen Flaschen und Scherben und sonstigen Unrat zusammenräumen.

 

Was hat dich dazu motiviert, diese Arbeit zu übernehmen?

Ich habe gerne Kontakt mit Leuten, die Nähe der Arbeitsstelle, die Arbeit für und in der Kirche, das selbstständige Arbeiten.

 

Was sind die Voraussetzungen, die man für diesen Beruf mitbringen sollte?

Ruhe und Gelassenheit, ein gutes Verhältnis zur katholischen Kirche, einen gesunden, bodenbehafteten Glauben an Gott, handwerkliches Geschick, Zuverlässigkeit und Durchhaltevermögen.

 

Was wünschst du dir für die Zukunft der Kirche?

Ich wünsche mir, dass sich wieder mehr Leute bei der Kirche beteiligen und auch mitmachen. Natürlich auch, dass unsere Kirche, vor allem unser Bistum, aus den negativen Schlagzeilen herauskommt.

 

Wach möchtest du sonst noch sagen?

Einen herzlichen Dank an alle, die mit mir zusammenarbeiten, mich unterstützen, mir mithelfen oder mir mit einem netten Wort eine Freude bereiten.

 

Herzlichen Dank ……….. für deine Zeit und das Interview

 

 


Rosmarie Gadient und Marie Rhyner sind freiwillige Mitarbeiterinnen der Stubete in Schindellegi.

 

 

 

Seit wann helft ihr bei der Stubete mit?

Rosmarie: Als Gast bin ich schon lange in der Stubete. Als Helferin, vor allem hinter der Kulisse, seit ca. 4 Jahren.

Marie: Seit ca. 1990, also 25 Jahre

 

Wie kam es dazu?

Marie: Die frühere Organisatorin der Stubete, Frau Kolb, suchte eine Nachfolge und meinte zu Louise Theiler, die ihr damals zur Seite stand, sie müsse die Nachfolge regeln, da sie auch mit dieser Person arbeiten müsse. Und so kam ich zu diesem Engagement.

Rosmarie: Als es Louise Theiler gesundheitlich nicht mehr so gut ging, habe ich immer geholfen oder unterstützte sie beim Einkaufen. Und so wurde es immer ein bisschen mehr. Nun sind Marie und ich ein gut eingespieltes Team. Marie bewirtet die Stubete-Besucher und weiss genau, wer was bestellt. Ich bin da ganz gerne hinter der Kulisse und mache Kaffee und den Z’vieri.

 

Was genau beinhaltet eure Aufgabe als freiwillige Mitarbeiterin der Stubete?

Vor der Stubete das Inventar kontrollieren, was fehlt alles? Was machen wir für einen Z‘vieri? Danach machen wir den Einkauf. Die Stubete-Besucher bewirten. Getränke wie Kaffee, Wein, Mineral, Bier, Schnäpsli servieren. Z’vieri bereitmachen und servieren. Abräumen und den Abwasch und das Aufräumen gehören auch dazu.

 

Was macht euch besonders Freude?

Rosmarie: Den Kontakt zu den Menschen schätze ich sehr.

Marie: Auch ich schätze den Kontakt zu den Menschen sehr. Wir tauschen auch gerne die Neuigkeiten aus, was läuft alles im Dorf und der Welt. Und lustig haben wir es auch immer.

 

Was weniger?

Es gibt nichts, was uns keine Freude bereitet. Unsere Stubete-Besucher schätzen es alle sehr, dass es diesen Anlass gibt. Die einen würden das Angebot gerne mehr nutzen. Uns genügt es aber, diesen Aufwand 1 mal im Monat zu betreiben. So ist es immer etwas Spezielles.

 

Gab es besondere Erlebnisse oder Erfahrungen im Ausüben der freiwilligen

Arbeit?

Manchmal erlauben wir uns Scherze, oder machen das Unmögliche möglich. Es macht einfach Freude, anderen eine Freude zu bereiten. Mehr sagen wir nicht dazuJ

 

Was hat euch dazu motiviert, diese Arbeit zu übernehmen?

Beide: Es motiviert, dass die Stubete weiterleben kann.

 

Was sind die Voraussetzungen, die man mitbringen sollte?

Man sollte kontaktfreudig sein und Freude haben am Umgang mit den Menschen. Die Menschen nehmen wie sie sind.

 

Was wünscht ihr euch für die Zukunft der Kirche?

Rosmarie: Dass wir an einem Ort Kraft tanken können und dass das so bleibt.

Marie: Dass die Kirche bestehen bleiben kann und Halt geben kann.

 

Was möchtet ihr sonst noch sagen?

Den Menschen geht es heute viel zu gut, so meinen sie, den lieben Gott nicht zu brauchen!

 

Die Stubete ist wirklich ein toller Anlass und wir hoffen, dass auch neu Interessierte den Weg zu uns in die Stubete finden. Der nächste Anlass ist am Freitag, 11. September 2015, 13.30 im Forum St. Anna in Schindellegi.

 

Herzlichen Dank für Euren treuen Einsatz in der Stubete und auch für das Interview.

 

 

 


Anita Höfer,  Dipl. Sozialpädagogin im Bereich Diakonie Animation

 

 

 

Seit wann bist du im Seelsorgeraum zuständig für Diakonie Animation?

Seit Januar 2013

 

Wie kam es dazu?

Zuvor hatte ich 4 Jahre in  einer ähnlichen Stelle in Zürich gearbeitet. Als ich mich neu orientierte, sah ich die Stelle im Internet ausgeschrieben. Die Aufgabe hat mich sehr angesprochen. Schlussendlich hat mich auch die schöne landschaftliche Lage zur Zusage bewegt.

 

Was genau beinhaltet die Aufgabe Diakonie Animation im Seelsorgeraum Berg?

Der Aufgabenbereich ist sehr breit gefächert. So gehört die Betreuung und Begleitung von Menschen in schwierigen Lebenslagen ebenso dazu, wie z.B. die Planung und Durchführung der Seniorenferienwoche. Weitere Aufgaben sind die Betreuung der freiwilligen Mitarbeiter – das heisst, deren Wertschätzung für das geleistete Engagement – organisiere ich das jährliche Helferfest in Wollerau. Im Moment planen wir unser Pfarreiprojekt 2016. Zudem kümmere ich mich um Hilfsprojekte im In- und Ausland.

 

Was macht dir an deiner Arbeit besonders Freude?

An meiner Arbeit liebe ich vor allem die Vielseitigkeit und die vielen Begegnungen mit den Menschen sowie die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Institutionen. Kein Tag ist wie der Andere.

Ein gutes Zeitmanagement erleichtert die Arbeit, trotzdem braucht es eine gewisse Flexibilität. Es macht Spass im Team vom Seelsorgeraum Berg zu arbeiten. Die Kolleginnen und Kollegen sind  engagiert und kompetent.

 

Was weniger?

Manchmal ist es schwierig sich gegenüber den Hilfesuchenden abzugrenzen. Es kann vorkommen, dass ich am Abend nicht abschalten kann und mich die Themen vom vergangenen Tag noch immer beschäftigen.

 

Gab es besondere Erlebnisse oder Erfahrungen im Ausüben des Berufs?

Freud und Leid liegt sehr nahe beieinander. Manchmal reicht ein Gespräch, ein bisschen Zeit um die Personen weiter zu bringen, oder einen Ausweg zu finden. Dazu schätze ich den Kontakt zu Fachstellen. Durch dieses Zusammenspiel können oftmals Probleme angegangen und behoben werden. Das Motto heisst immer: „Hilfe zur Selbsthilfe“!

Manchmal kann man nicht weiterhelfen: Da sind Menschen, die einen geliebten Angehörigen verloren haben, gut ausgebildete Männer und Frauen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, Menschen, bei denen eine schwere Krankheit ausgebrochen ist, alleinstehende Personen, die von Einsamkeit bedroht sind, in einer Trennung stehen usw.

 

Was hat dich dazu motiviert, diese Arbeit zu übernehmen?

Die Stelle Animation Diakonie wurde neu geschaffen, das heisst, ich konnte den Aufbau mitgestalten. Ebenso hat mich die Fusion zweier eigenständigen Pfarreien zum Seelsorgeraum Berg sehr interessiert. Es ist eine Herausforderung und spannende Aufgabe  beim Aufbau des Seelsorgeraum Bergs dabei zu sein und einen Raum der Begegnung zu schaffen und weiter zu entwickeln. Wir sind auf einem guten Weg.

 

Was sind die Voraussetzungen, die man für diesen Beruf mitbringen sollte?

Ein gutes Einfühlungsvermögen, Offenheit, Kontaktfreudigkeit, Flexibilität und Belastbar sollte man sein. Ebenso ist das Interesse an vielen sozialen und gesellschaftlichen Themen gefordert. Wichtig ist auch, die Menschen möglichst wertungsfrei und ganzheitlich zu betrachten und ihre Stärken zu fördern.

 

Was wünschst du dir für die Zukunft der Kirche?

Die soziale Aufgabe, die die Kirche wahrnimmt wird in der Bevölkerung sehr positiv wahrgenommen, sie sollte weiter ausgebaut werden. Ich wünsche der Kirche, dass sie die Menschen erreicht und dass es gelingt, soziale Kontakte herzustellen und sinnstiftenden Angeboten Raum zu geben.

„Kirche findet nicht nur in der Kirche statt!“

 

Was möchtest du sonst noch sagen?

Ich finde es innovativ, dass sich der Seelsorgeraum Berg die Stelle einer Sozialarbeiterin = Diakonie Animation leistet. Dies ist die einzige pfarreiliche Sozialarbeit –Stelle in der Ausserschwyz. Für die Menschen in unserer Region wäre es wünschenswert, wenn andere Pfarreien ähnliche Stellen schaffen oder wenn eine regionale Stelle, ähnlich wie die „Kirso – Kirchliche Sozialberatung Innerschwyz“ in der Innerschweiz entstehen würde.

Und zuletzt: Jeden Tag eine gute Tat!

Herzlichen Dank Anita ……….. für deine Zeit und das Interview

 

 


 

Anita Sigrist, Franziska Steimen und Ramona Böni

Ministrantinnen in Wollerau



Seit wann bist du/ihr bei den Ministranten in Wollerau?

Franziska seit 2006

Ramona seit 2007

Anita seit 2008

 

Wie kam es dazu?

Die Katecheten/innen machten im Religionsunterricht Reklame. Nach der Erstkommunion bekamen die Kinder einen Anmeldezettel und da der eine und andere Kolleg/in auch schon ministrierte, versuchten es unsere drei Interview-Kandidatinnen auch einmal. Ausserdem gibt es jedes Mal nach dem Ministrieren ein SchoggistängeliJ

 

Was gehört zu euren Aufgaben als Ministrantinnen?

Ministrieren eben! (Während des Gottesdienstes tragen wir die Kerzen, helfen bei der Gabenbereitung, ziehen die Kollekte ein oder schwingen an Festen das Weihrauchfass).

Auf die kleineren Ministranten/innen zu schauen, fördern und Vorbild sein.

 

Was macht dir/euch besonders Freude?

Wir treffen Bekannte und es ist lustig vor-, während und nach dem Gottesdienst. In all den Jahren des Ministrierens entstanden schöne Freundschaften.

 

Was weniger?

Am Sonntag des Ministrierens kann man nicht ausschlafen. Andererseits, wenn man früh auf ist, hat man noch was vom Tag.

Allen Blicken ausgesetzt zu sein ist manchmal unangenehm, dann wären wir gerne unsichtbar!

 

Gab es besondere Erlebnisse oder Erfahrungen im Ausüben des Amtes?

Bei den Proben vor den Hochfesten ist es immer sehr lustig. Es ist eine ausgelassene Stimmung. Danach muss man sich für die Gottesdienstdauer wieder konzentrieren.

 

Was hat dich/euch motiviert, das Amt zu übernehmen?

Mmh, es ist schon soo lange her!

Als normaler Gottesdienstbesucher kommt man in die Kirche und muss dann für ca. 1 Stunde ruhig sitzen. Als Ministrantinnen haben wir eine Aufgabe und sind gefordert und die Zeit vergeht schnell.

 

Was sind die Voraussetzungen, die man für dieses Amt mitbringen sollte?

Man muss katholisch sein, das Sakrament der Erstkommunion erhalten haben und die Fähigkeit sicher 1 Stunde still sitzen können.

 

Was wünscht ihr euch für die Zukunft der Kirche?

Dass den Jugendlichen, innovativen,  die die Verantwortung übernehmen wollen, diese auch zugemutet und übergeben wird.

Dass die Firmanlässe eher an einem Freitagabend oder Sonntag ab 16 Uhr stattfinden.

Wir würden gerne den Kontakt zu den kleineren Ministranten pflegen, dass man diese auch kennt. Auch würde man bei Ersatzsuche diese eher anfragen.

 

Was möchtest du/ihr sonst noch sagen?

Im Grossen und Ganzen haben wir Spass am Ministrieren. Es sind alles nette und freundliche Leute und alle haben ein offenes Ohr.

 

Ich danke euch herzlich für eure Zeit und das Interview.

Sandra Steiner Imlig

 

 


 

Silvia Horat

Präsidentin der Frauengemeinschaft Schindellegi

 

 

Bild: Joachim Cavicchini

 

Liebe Silvia ich freue mich, heute dein Portrait präsentieren zu können. Schön, dass du dir Zeit genommen hast um mir einige Fragen zu deinem freiwilligen Engagement zu beantworten.

Seit wann bist du bei der Frauengemeinschaft Schindellegi

Seit 2001 bin ich in der Frauengemeinschaft und wurde sofort in den Vorstand als Beisitzerin aufgenommen. 2014 wurde ich zur Präsidentin gewählt.

 

Wie kam es dazu?

Annemarie Marggi gab damals das Amt als Beisitzerin ab und suchte jemanden für den Vorstand. Sie telefonierte und ich konnte nicht nein sagen.

 

Was gehört zu deinen Aufgaben als Präsidentin der Frauengemeinschaft Schindellegi?

Vorstandssitzungen und Generalversammlung vorbereiten, Kontakte zum kantonalen Frauenbund und sonstigen Vereinen pflegen. Die Aufgaben werden aber im Vorstand verteilt. Wir sind ein sehr gutes Team.

 

Was macht dir besonders Freude?

Den Kontakt zu den Frauen macht mir Freude. Ich organisiere gerne Anlässe und Reisen. Ebenso freut es mich, dass wir immer sehr gute Unterstützung von Frauen für unsere diversen Anlässe wie zum Beispiel bei Aperos nach der Kirche bei der Erstkommunion, Erntedank usw. beim Zmorgen und Kaffee bei Rorate und Krankensalbung und viele fleissige Hände beim Stricken und Basteln für den Herbstmärt und die Kasperlifrauen nicht zu vergessen, bekommen. Die zahlreiche Unterstützung der Frauen macht Freude und motiviert.

 

Was macht weniger Freude?

Leider werden viele Angebote von uns nicht genutzt und wir müssen manchmal Kurse absagen.

Gab es besondere Erlebnisse oder Erfahrungen im Ausüben deines Amtes?


Als gelernte Kindergärtnerin ist es einfach vor Kindern zu reden. (schmunzelt) Vor Erwachsenen empfinde ich das schwieriger. Von Anlass zu Anlass werde ich sicherer und offener gegenüber den Leuten. Allgemein der Kontakt zu den Frauen und Leuten im Dorf ist schön.

 

Was hat dich motiviert, das Amt zu übernehmen?

Zu Beginn um die Menschen im Dorf besser kennen zu lernen. Nach 13 Jahren der Wechsel zur Präsidentin um den Verein zu erhalten. Ich habe Freude an der guten Tat für die Kirche und meine Arbeit wird geschätzt.

 

Was sind die Voraussetzungen, die man für dieses Amt mitbringen sollte?

Keine. Nach kurzem Überlegen: Auch der Glaube spielt keine Rolle. Ich bin reformiert und mein Mann und meine Buben sind katholisch.

 

Was wünschst du dir für die Zukunft der Kirche?

Dass sich wieder mehr junge Leute beteiligen, auch für die Frauengemeinschaft. Dass Junge motiviert sind auch bei einer kirchlichen Vereinigung mitzuarbeiten oder sich zu beteiligen und das unentgeltlich.

 

Was möchtest du sonst noch sagen.

Ich bin immer offen für neue Vorschläge für die Frauengemeinschaft. Auch würde ich mich über ein fünftes Vorstandsmitglied im Verein freuenJ

 

Was war dein schönstes Erlebnis in der Kirche?

Weisser Sonntag von meinen Söhnen Daniel und Marcel. Bei Marcel durfte die ganze Familie bei der Vorbereitung mithelfen und gestalten. Wir haben die Zeit genossen von der ersten Veranstaltung bis hin zur Dankeswallfahrt auf die Insel Ufenau.

 

Ein herzliches Dankeschön an Frau Silvia Horat  für die Zusage, sich unseren Fragen zu stellen und weiterhin viel Freude mit der Frauengemeinschaft Schindellegi!

Sekretariat Seelsorgeraum Berg

 

 

 


 

Urspeter Schelbert

Archivar

 

 

Urspeter Schelbert ist im Seelsorgeraum Berg zuständig für die Archivierung historischer, aber auch alltäglicher Dokumente. Er bezeichnet sich gerne selber als Stör-Archivar. Worauf es zu achten gilt und was die Voraussetzungen, die Freuden und Herausforderungen in seinem Beruf sind, erzählt er uns im „Portrait des Monats April“….

 

Was ist Ihre Aufgabe im Seelsorgeraum Berg?

Der Pfarrer und seine Mitarbeiter wie auch der Kirchgemeinderat und die Kirchenverwaltung müssen ihre tägliche Arbeit schriftlich dokumentieren. Die selbstständige Kirchgemeinde Wollerau wurde übrigens erst 1966 geschaffen, früher nahm die politische Gemeinde Wollerau diese Aufgabe wahr. Das Pfarramt führt beispielsweise schriftliche Kontrolle über die Taufen, Heiraten und Todesfälle, wie auch die übrigen Sakramente und die Messstiftungen. Die Kirchenverwaltung ist für die „weltlichen“ Belange beispielsweise für das Finanzielle zuständig. Die Aufgaben, Pflichten und Rechte sowohl der Pfarrei wie der Kirchenverwaltung werden in Gesetzen und Vorschriften umschrieben. Für die seelsorgerlichen Bereiche untersteht die Pfarrei der kirchlichen Hierarchie und im weltlichen Bereich geben entsprechende Beschlüsse der Gemeinde, des Kanton, heute mehrheitlich der Kantonalkirche und letztlich des Bundes den gesetzlichen Rahmen vor.

Bei der Erfüllung alle dieser Aufgaben, das versteht sich von selbst, entstehen täglich Dokumente auf Papier und in elektronischer Form. Diese Akten wandern zunächst in die Ablage und schliesslich ins Pfarr- und Kirchenarchiv. Als Kirchenarchivar ist es meine Aufgabe, von Zeit zu Zeit die angesammelten Dokumentenberge zu sichten, zu sortieren, das Unwichtige wie auch die heute immer grössere Flut von Kopien (dank Elektronik) auszuscheiden und nur die rechtlich und historisch wichtigen Dokumente zu verzeichnen und zu archivieren.

 

Wie sieht ein Tagesablauf im Archiv aus? 3. Was gehört alles zu den Aufgaben/ Tätigkeiten eines Archivars?

Der typische Tagesablauf bei einem Stör-Archivaren, wie ich mich gerne bezeichne, gibt es nicht. Eine der wichtigsten Aufgaben eines Archivars ist das Vertrauen, Verschwiegenheit und Verständnis für die Aufgaben der Pfarrei. Die Pfarrei- und Kirchenfunktionäre müssen sich auf die Verschwiegenheit des Archivaren verlassen können.

Am Anfang muss ich mir einen Überblick verschaffen über die Art und den Inhalt der Dokumente und über deren Ordnungszustand. Da meist jeder Beteiligte ein eigenes Dossier führt, müssen diese zu einem vereint werden. Die Aktendossiers werden verzeichnet, so dass sie jederzeit leicht griffbereit sind, sei es als Entscheidungsgrundlage für die tägliche Arbeit, als Dokumentation bei Nachfragen (z. B. Taufscheine bei Heiraten) oder allgemein für die Geschichte der Pfarrei. Ein wesentlicher Unterschied zwischen einem aktuellen Aktendossier  und einem archivierten besteht darin, dass beim aktuellen das jüngste Dokument zu oberst erwartet wird und bei einem Archivierten sollte stets das älteste Dokument zu oberst sein. Ein Archivgeschäft beginnt wie der Mensch mit der Geburt.

 

Was macht Ihnen besondere Freude?

Mich fasziniert immer wieder, die stetige Veränderung im Alltag zu beobachten. Gleichsam im Zeitraffer erlebt der Archivar mit, wie „gestern“ noch die lateinische Messe und die Predigt auf der Kanzel eine Selbstverständlichkeit war. Heute geht die Seelsorge ganz andere Wege.

 

Was weniger?

Der Archivar ist häufig auch mit Routine-Arbeiten beschäftigt. Hier braucht es Geduld und Ausdauer.

 

Gab es ein besonderes Erlebnis oder eine Erfahrung beim Ausu�ben Ihres Berufs?

Eine Genugtuung erlebe ich als Archivar immer dann, dann wenn ich auf offene Fragen Antworten finden kann, zum Beispiel, wenn ich jemandem im Taufregister das Geburtsdatum seiner Urgrossmutter zeigen kann.

 

Was hat Sie motiviert den Beruf zu ergreifen?

Mein historisches Interesse führte mich zum Archivarenberuf. Ich hatte bereits für meine Doktorarbeit in den 1970er Jahren hier im Pfarrarchiv geforscht. Ich untersuchte die Bevölkerung der Pfarreien Freienbach und Wollerau im 18. Jahrhundert. Dabei fand ich Antworten auf Fragen, wie gross war die Lebenserwartung, in welchem Alter und in welchem Monat wurde geheiratet, wie viele Kinder lebten gleichzeitig in einer Familie?

 

Was sind die Voraussetzungen, die man für diesen Beruf mitbringen sollte?

Als Stör-Archivar in Kirchenarchiven wird immer wieder bewusst, wie hilfreich es ist, noch die vorkonziliäre Zeit in der katholischen Kirche wenigstens teilweise miterlebt zu haben. Ohne dieses Wissen bliebe Vieles kaum verständlich.

 

Was wünschen Sie sich für die Zukunft der Kirche?

Die Pfarrei und Kirchenverwaltung stehen vor einer gewaltigen Aufgabe, ich möchte fast sagen, sie müssen einen grossen Spagat wagen. Hier die Seelsorge als umfassende Begleitung der Gesellschaft und des Menschen im Alltag von der Geburt bis zu Tod und da die weltliche Aspekte wie Finanzierung der Infrastruktur (Kirchen, Verwaltung etc.) mit immer weniger eingeschriebenen steuerpflichtigen Kirchenmitgliedern.

 

Was Sie sonst noch sagen möchten….

Es macht Freude, hier in diesem Pfarrhaus als Stör-Archivar zu arbeiten. Ich wünsche der Pfarrei Wollerau und dem Seelsorgeraum Berg viel Mut, zu unkonventionell Neuem, das aber Überliefertes mit frischem Wind und zugleich Respekt für die wesentlichen Inhalte einbaut und weitergibt.

 

Ein herzliches Dankeschön Herrn Urspeter Schelbert für seine spontane Zusage, sich unseren Fragen zu stellen und weiterhin viel Freude in seinem spannenden Beruf!

Sekretariat Seelsorgeraum Berg

 

 


 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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