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Vereinsausflug nach St. Gallen

Bei sommerlichem Wetter und heissen Temperaturen machten sich rund 40 Damen der Frauengemeinschaft Wollerau zum jährlichen Vereinsausflug auf. Dieses Jahr führte der Weg nach St. Gallen in die Stiftskirche und ins Textilmuseum, welches vor allem die Geschichte der St. Galler Spitzen erzählt. Einen Vorgeschmack auf den schönen Tag lieferte bereits der Kaffeehalt im Restaurant Chäseren in Schönengrund. Nur 2 Hügelzüge vom Säntis entfernt, konnte dort bereits ein grandioser Blick auf den Alpstein genossen werden. Weiter ging die Fahrt nach St. Gallen und dort zur Stiftskirche. Diese zählt seit 1983 zum Unesco-Weltkulturerbe. Eine fachkundige Pastoralassistentin übernahm die Führung.


Als erstes stach den Höfnerinnen der farbliche Unterschied zur vertrauten Klosterkirche in Einsiedeln ins Auge. Während in Einsiedeln vermehrt rote Töne das Bild beherrschen, ist die Stiftskirche St. Gallen vornehmlich in der Stadtfarbe Grün gehalten. Grosses Interesse weckte der Kuppelbau über dem neu gestalteten Altarraum. Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Die grösste unter ihnen aber ist die Liebe - so heisst es in 1 Kor 13,13 im neuen Testament. Über dem Altarraum sind 4 Figuren zu entdecken: Der Glaube ist dargestellt mit Kreuz und Abendmahlskelch, die Hoffnung mit dem Anker und die Liebe ist aufgeteilt in die göttlich mit brennendem Herz und in die weltliche Mutterliebe mit spielenden Kindern. Ebenfalls ein architektonisches Meisterwerk ist der neu gestaltete Taufstein. In ihm spiegelt sich die Kuppel, in welcher Gott, Jesus und Maria gemeinsam auf den Heiligen Geist blicken. Wer an das Taufbecken tritt, erblickt sich selber nur in gespiegelter Gestalt auf dem Kopf stehend. Allein der Täufling sieht sich vollständig - quasi Auge in Auge mit dem göttlichen durch die Kraft des heiligen Geistes. Schöner könnte man Vers 12 dieses Kapitels nicht umsetzen: Denn jetzt sehen wir alles wie in einem Spiegel, in rätselhafter Gestalt. Dann aber vor Gott, von Angesicht zu Angesicht, werde ich vollständig erkennen.


Die Stiftskirche ist den beiden Stadtheiligen Gallus und Otmar geweiht

Ebenfalls wurde die Krypta unter dem Hochalter besucht. In ihr war einst der Stadtheilige Gallus begraben. Leider wurden Grabräuber seiner Knochen habhaft, so dass einzig ein Kopfreliquiar verblieben ist. Neben ihm ruhen die 3 Fürstäbte der Stiftskirche, welche massgeblich zum Bau und zur Entwicklung der Kirche und ihrer Abtei beigetragen haben. Ihr erster Abt war Otmar, der neben Notker und Wiborada zu den vier Stadtheiligen St. Gallens gehört. Eine Spezialität ist, dass die Stiftskirche, trotz ihrer Grösse und ihrer Wichtigkeit nicht die Stadtkirche von St. Gallen ist. Dies ist die reformierte St. Laurenzenkirche gleich nebenan, an der wir nach der Kirchenführung vorbeigehen. Alte Mauerreste weisen darauf hin, dass die Kirche und die Abtei sich einst durch eine Mauer vor der reformierten Stadt geschützt hatten. Maria als Patronin wurde bewusst über die Westmauer gesetzt, um ihren Schutzmantel auch über die Stadt der "Ungläubigen" auszubreiten.


Die Brautkleider von Paola Felix, Amal Clooney und Pippa Middleton

Nach einem mediterranen Mittagessen im passenden Ristorante San Lorenzo stand das Textilmuseum auf dem Programm. An einer Handwebemaschine wurde uns eindrücklich gezeigt, wie bereits seit über 100 Jahren in St. Gallen Spitzen hergestellt werden. Verschiedenste Arten von Spitzen und Verarbeitungstechniken konnten begutachtet werden. Der Höhepunkt war sicher das Brautkleid von Paola Felix und Teile des Kleides von Amal Clooney, welche in einer Vitrine bewundert werden konnten. Auch das eben erst von Pippa Middleton getragene Brautkleid stammt aus St. Gallen. Ob es wohl dereinst auch wieder den Weg zurück findet?


Shopping darf nicht fehlen.

Nach all den spannenden Wissensvermittlungen kribbelte es nun einzelne Damen gehörig. War man doch bereits über Mittag durch die farbenprächtige Multergasse geschlendert, an der sich ein Geschäft ans andere reiht. Und da gerade Sommerschlussverkauf ist, dauerte es nicht lange, bis nach der Museumsführung die eine oder andere schnell in einem der zuvor erspähten Läden verschwand. Wer sich nicht zu einem Einkaufsbummel verführen liess, probierte die kulinarischen Spezialitäten der Ostschweiz in einem der beschaulichen Kaffees aus. Auf dem Heimweg wurde noch ein Zwischenstopp in der Kägifret-Fabrik in Lichtensteig eingelegt. Die Überzeit, welche die Verkäuferin unseretwegen einlegen musste, machten die grosszügigen Einkäufe unserer Frauen sicher mehr als wett. Glücklich und zufrieden erreichten wir wieder Wollerau und jede trug etwas von diesem wundervollen Tag mit nach Hause: entweder im Herzen oder in der Hand oder beides.

Rahima U. Heuberger, Pfarrerin


 

 


 

Das aktuelle Jahresprogramm 2017/2018 finden Sie hier




 

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