Home – Feiern – Beerdigung

Beerdigung

Für uns Hinterbliebene ist es eine schwere Zeit, wenn ein geliebter Mensch von uns gegangen ist. Bei der Begräbnisfeier empfehlen wir Gott unsere Angehörigen und bringen unsere Hoffnung auf die Auferstehung und das ewige Leben zum Ausdruck.

Zur Absprache des Beerdigungstermins kontaktieren Sie uns bitte.

Was Sie bei einem Todesfall sonst  noch zu tun haben, erfahren Sie auf dem Merkblatt der Gemeinde Feusisberg oder Wollerau.

In Notfällen erreichen Sie einen Seelsorger über das Sekretariat. Ausserhalb der Bürozeiten erreichen Sie unter der Nummer 079 920 27 65 oder 077 509 53 81 einen Seelsorger oder werden innerhalb einer absehbaren Zeit zurückgerufen.

Abschiednehmen in Zeiten der Corona Krise
Abschied von Verstorbenen zu nehmen fällt immer schwer. In Zeiten des Coronavirus umso mehr. Wegen der Corona Krise dürfen keine Gottesdienste stattfinden und zum Grab dürfen nur die engsten Familienangehörigen. So stellt sich auch die Frage, wer darf bei der nur begrenzt zugelassenen Anzahl Personen überhaupt dabei sein, wer braucht den Abschied am nötigsten? Wie können Freunde, Kollegen, Nachbarn Abschied nehmen?

Auch am Grab gilt: Distanz wahren, zwei Meter Abstand einhalten, nicht mal die Hand geben. Das alles in einer Situation, wo Nähe so wichtig wäre!

Der Gottesdienst, das Abschiednehmen am Grab, das gemeinsame Leidmahl nach der Feier, all das sind wichtige Rituale, die es Angehörigen erleichtert, ihre Trauer zu bewältigen, seelische Kräfte stärkt und die die Rückkehr in den Alltag erleichtern. Doch diese Rituale sind zurzeit stark eingeschränkt. Das ist für die Angehörigen sehr belastend.

Verschieben der Trauerfeier!?
Viele Angehörigen ziehen unter diesen Umständen eine Verschiebung der Trauerfeier in Erwägung. Jede Trauerfamilie muss selber entscheiden, was für sie die richtige Entscheidung ist.

Die Abdankung ist ein «wesentlicher Teil» des Abschiednehmens. Fachleute empfehlen, zumindest eine kleine Feier, wenn auch unter erschwerten Bedingungen. Der persönliche Abschied sollte möglichst zeitnah sein. Gesundheitsprävention ist sehr wichtig aber auch Abschied nehmen ist sehr wichtig. Wenn die Urne zuhause steht, fehlt dieser Abschied, der für die Angehörigen der verstorbenen Person aber auch für die verstorbene Person wichtig ist. Vielleicht kann zu einem späteren Zeitpunkt eine öffentliche und in grösserem Rahmen stattfindende Abschiedsfeier nachgeholt werden.

Alternative Teilnahmemöglichkeiten an der Trauerfeier
Durch ein letztes Adieu wird der Tod eines Nahestehenden für manche erst fassbar. So kann die Trauerfamilie auch über alternative Teilnahmemöglichkeiten nachdenken. Wo eine physische Teilnahme nicht möglich ist, kann versucht werden, «Raum für eine seelisch-geistige Präsenz» zu schaffen. Das könnte beispielsweise durch gegenseitiges Erzählen von Geschichten erfolgen, sei es via Mail, Chat oder per Post. Diese Erinnerungen können gesammelt und geteilt werden.

Auch eine «Teilnahme im Herzen» ist denkbar, indem man Freunden und Kollegen mitteilt, wann die Trauerfeier stattfindet und sie einlädt, zuhause eine Kerze anzuzünden, zur gleichen Zeit dasselbe Musikstück zu hören, ein Gebet zu sprechen, einen Text zu lesen … oder man gibt bei der Trauerfamilie Blumen ab, die dann als Stellvertreter für den Einzelnen mit zur Abschiedsfeier gehen.

Zudem kann man «technische Hilfsmittel» nutzen, beispielsweise via Live-Stream und online-Übertragung, so könnten Freunde, Kollegen und Nachbarn «dabei sein» und später auf dem Friedhof persönlich Abschied nehmen. Wenn die Urne zuhause steht, geht das nicht.

In der momentanen Lage ist es wichtig, Wege zu finden, wie trauernde Menschen in Würde Abschied nehmen können, wie Trost trotz Distanz gespendet und wie Halt ohne Rituale gefunden werden kann.