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Katechese

Primarstufe

Im Bezirk Höfe werden in der Primarschule die zwei zur Verfügung stehenden Lektionen für den Religionsunterricht wie folgt aufgeteilt:

  • In der 1. Klasse wird eine Lektion Bibelunterricht erteilt
  • In der 2.-6. Klasse wird eine Lektion konfessioneller katholischer Religionsunterricht sowie eine Lektion ökumenischer Bibelunterricht erteilt.

Konfessioneller katholischer Religionsunterricht
Der konfessionelle katholische Religionsunterricht wird ab der 2. Klasse erteilt.
Alle Informationen dazu finden Sie hier
Die Lehrpersonen, welche auf der Primarstufe unterrichten, sind im Schuljahr 2022/2023

Schuljahr 2022 /2023 Primarschule Wollerau Primarschule Schindellegi
2. Klasse Verena Bürgi Verena Bürgi
3. Klasse Verena Bürgi Verena Bürgi / Patrik Brunschwiler
4. Klasse Stefanie Hummel Karin Bielow
5. Klasse Laurenz Wouters / Karin Bielow Karin Bielow
6. Klasse Laurenz Wouters / Karin Bielow Karin Bielow

Der konfessionelle katholische Unterricht wird gemäss dem «Lehrplan für den konfessionellen Religionsunterricht und die Katechese» (LeRUKa) gehalten. Folgendes sind in den jeweiligen Klassen die Schwerpunktthemen:
In der 2. Klasse legen wir vor allem Wert darauf, dass die Kinder das „Vater Unser“ beten können. Ebenso lernen sie Jesus kennen.
In der 3. Klasse werden die Kinder auch mit ausserschulischen Anlässen auf die Erstkommunion vorbereitet.
In der 4. Klasse bereiten sich die Kinder vor allem auf das Sakrament der Versöhnung vor. Ein wichtiger Bestandteil ist die Teilnahme am Versöhnungsweg in der Fastenzeit. Verschiedene Gebete und Heilige sind weitere Themen.
In der 5. Klasse befassen sich die Schülerinnen mit dem Kirchenjahr, der Bibel, Jesus sowie dem Umfeld, in dem Jesus gelebt hat.
In der 6. Klasse werden die Schülerinnen und Schüler die Gleichnisse Jesu sowie den Heiligen Geist und das Pfingstfest kennenlernen. Ebenso wird mit den Schülerinnen und Schülern das Glaubensbekenntnis näher gebracht.

Gerne dürfen Sie nach Voranmeldung bei uns im Religionsunterricht hereinschauen.

Ökumenischer Bibelunterricht

Im Bezirk Höfe wird ab der 1. bis zur 6. Klasse je eine Wochen-Lektion ökumenischer Bibelunterricht erteilt. Dieser wird durch katholische oder reformierte Religionslehrpersonen oder die Klassenlehrperson erteilt.
Die Schwerpunkte liegen:
in der 1. Klasse bei der Schöpfung
in der 2. Klasse bei Josef
in der 3. Klasse bei Abraham
in der 4. Klasse bei Moses
in der 5. Klasse bei König David
in der 6. Klasse bei der Apostelgeschichte und den Weltreligionen

Oberstufe

Religionsunterricht Oberstufe:

An der Sekeinshöfe Riedmatt mit Jugendlichen aus Schindellegi, Wollerau und anderen Orten im Bezirk Höfe wird der Unterricht von Frau Karin Bielow, Pfarradministrator Patrik Brunschwiler und den Herren Laurenz Wouters und Martin Buck erteilt. Die Unterrichtenden halten sich an den «Lehrplan für den konfessionellen Religionsunterricht und die Katechese» (LeRUKa).

Impulstage:
Zusätzlich zu den wöchentlichen Lektionen gibt es ganztägige Impulstage. Auf die ökumenischen Impulstage hin, wird in den 1. Oberstufenklassen das Thema “Behinderungen” im Unterricht vor- respektive nachbereitet. Am Impulstag werden verschiedene Einrichtungen besucht, die einen Zusammenhang mit der Thematik haben. Auch erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, auf einem Parcours sich in die Lage einer behinderten Person zu versetzen. Ebenfalls werden betroffene Personen als Referierende in die Schule eingeladen. Die Hauptverantwortung für diesen Impulstag liegt bei den reformierten Kolleginnen und Kollegen.
Auch auf den ökumenischen Impulstag in der 2. Oberstufe, der sich mit dem Thema „Leben, Tod und dann?“ befasst, werden die Schülerinnen und Schüler im Unterricht vorbereitet. Es werden verschiedene Orte, welche im näheren oder weiteren mit dem Thema zu tun haben, besucht. Die Eindrücke von den besuchten Institutionen werden von den Jugendlichen in Referaten an ihre Klassenkolleginnen und Klassenkollegen weitergegeben. Eindrückliche Geschichten runden den Tag ab. Verantwortlich für diesen Tag ist das Oberstufenkatecheseteam des Seelsorgeraumes Berg.
In der 3. Oberstufe finden konfessionelle Impulstage statt. Diese können unter verschiedenen Themen stehen. Meist werden sie mit Exkursionen verbunden. Beispielsweise machen sich die Jugendlichen auf die Spuren von Bruder Klaus in Flüeli Ranft, lernen etwas über die Weltreligionen im Haus der Religionen in Bern oder lernen in der Kirche vor Ort und dem Kloster Einsiedeln verschiedene Berufe und Berufungen kennen.

“Machen Sie etwas!”
In der 6. Klasse steht im katholischen Religionsunterricht unter anderem Prophetie auf dem Lehrplan. So hatten die Kinder von Schindellegi im Religionsunterricht 15 Minuten Zeit, um selbst aktiv prophetisch tätig zu sein und einen kurzen Text zu verfassen. Wertvolle Inputs zu Themen wie zum Beispiel “Schulsystem”, “Tierschutz”, “Frieden”, und “Gerechtigkeit” .

Ich bin Sarah und 11 Jahre alt. Wo sollen wir leben, wenn es keine Erde mehr gibt? Wenn wir weiter so machen, ist die Erde leer, niemand lebt mehr. Stellt Euch vor es gäbe keine Erde mehr, keine Tiere und ihr habt keine Freunde. Wenn wir etwas ins Meer werfen, frisst es ein Delfin oder eine Schildkröte und sie sterben. Wenn ihr zum Strand oder Tauchen geht, sieht man keine Korallen und keine Lebewesen. Machen Sie etwas, unternehmen sie etwas.
  Wollen sie weiterhin Tier quälen, oder ist Schluss damit?
Ich heisse Jonas und bin 12 Jahre alt und setzte mich gegen Tierquälerei ein. Sind sie auch meiner Meinung? Stehen sie nicht sinnlos auf Schnecken oder Würmer, nur dass sie tot sind, denn es ist immerhin ein Tierleben. Bei den Elefanten werden die Stosszähne abgeschnitten und auf dem Schwarzmarkt verkauft oder Schmuck hergestellt. Das gleiche mit dem Hai, einfach mit den Zähnen. Es wird auch immer im TV berichtet, aber trotzdem passiert nichts. Stoppen sie die Tierquälerei auf dieser Erde und helfe sie armen Tieren.
Ich bin Loris. Ich bin 12 Jahre alt und komme aus der Schweiz. Ich finde es nicht gut, dass Menschen klauen. Die Menschen können gar nichts dafür, die ausgeraubt werden. Ich bin dafür, dass die Diebe viel länger ins Gefängnis müssen. Diebstahl sollte irgendwie abgeschafft werden, weil die Polizei hat sehr viel zu tun.
  Hallo ich bin Levin, ich bin 11 Jahre alte. Ich finde es nicht gut, dass die Menschen Tiere quälen. Zum Beispiel die Zähne von Elefanten wegschneiden. Oder vom Tiger die Haut als Teppich benutzen und auch die Zähne wegnehmen und das Gesicht wegschneiden. Bei den Haien nehmen wir oder besser sie nehmen die Haut und Zähne weg und dafür müssen sie dann den ganzen Hai töten. Ich könnte noch viel mehr aufzählen, aber das ist einfach nicht lustig.
Ich bin Amy und 11 Jahre alt. Tier sind mir sehr wichtig, also will ich, dass es keine Quälerei und keine Zerstörung der Heimat von Tieren mehr gibt. Tiere sind auch Lebewesen, wie wir. Sie brauchen also auch Gerechtigkeit. Sie wollen auch leben, wie wir. Wir werden nicht gequält oder eingesperrt. Viele Tiere werden getötet, um Kleider und Teppiche zu machen. Viele Tiere werden ausgestopft und viel Fleisch wird gegessen, Wälder und Dschungel, die Heimat von Tieren wird abgeholzt. Das ist unfair. Uns wird die Heimat ja auch nicht von einem Tag auf den anderen weggenommen. Schauen sie ab jetzt auf Tierquälerei und auf die Umwelt! Die Tiere sind dankbar für jede Hilfe.  
  Hallo, ich bin Malea und 12 Jahre jung. Mir liegt die Natur und die Menschen sehr am Herzen. Viele Menschen werfen ihren Abfall in die Natur und denken sich nichts dabei. Ein Stück Müll ist wie ein Schlag. Dir geht es immer schlechter, genauso der Natur. Wenn es irgendwann keine Pflanzen mehr gibt, gibt es auch keine Menschen mehr. Denn vergisst nicht, ohne Pflanzen gibt es keinen Sauerstoff und ohne Sauerstoff keine Menschen.
Hallo, ich bin Carina und bin fast 12 Jahre alt. Ich wäre froh wenn alle Tiere und die Umwelt besser behandelt werden. Die Tiere sollten sie so behandeln, wie eure eigenen Kinder, sie haben auch Gefühle. Für die Umwelt sollte der Müll in den Müll und nicht auf die Strasse kommen. Vielfach werden Tiere eingesperrt oder an zu kurzen Leinen oder in zu kleinen Käfigen gehalten. Die Flugzeuge oder Autos, Züge, Postautos, Motorräder sind alles Umweltverschmutzer, wegen dem Abgas. Wenn ihr mit dem öffentlichen Verkehr reist, ist es besser, weil nicht nur ihr fährt, sondern mehrere Menschen.
Ich heisse Fin, bin 11 Jahre alt und mir ist es wichtig, dass jeder Mensch in Frieden leben kann.
Wenn wir aufstehen, sind wir in einem warmen Bett mit Dach über dem Kopf. Für uns ist es normal, dass wir zu essen und trinken haben. Wir haben ein Privileg, dass nicht jeder hat. Aufzustehen ohne Kriegsgetöse und Granatenschall, das ist nicht für jeden so. Uns schenkt man Aufmerksamkeit, wenn wir um etwas rebellieren, andere können nicht mal um etwas lieb fragen, um etwas zu bekommen. Wir merken nicht, dass Familien in Kriegsgebieten hungern. Man sieht in den Nachrichten unschuldige kleine Kinder, die Schutz suchen. Wir schenken ihnen zu wenig Aufmerksamkeit. Ich will, dass die Schweiz ihnen hilft, ihr Land wieder zurückzufordern. Den Krieg kann man zwar wohl nicht auslöschen, aber die Menschen vielleicht in Sicherheit bringen. Ich hoffe, dass die Menschheit sieht, was alles in dem Rest der Welt passiert.

Rückblicke

Der Umgang mit Behinderungen im Alltag
Der Religionsunterricht im Kanton Schwyz umfasst an der Oberstufe eine Lektion pro Woche. Zusätzlich stehen vom Kanton aus 15 Lektionen pro Schuljahr für den Religionsunterricht zur Verfügung.
Während diesen zusätzlichen Lektionen führen die Religionslehrpersonen in den Höfen unter anderem jeweils einen interreligiösen Thementag/Impulstag in der 1. Oberstufe durch. Im Laufe eines Schultages befassen sich alle Jugendlichen mit einem ausgewählten Thema aus dem Fächerbereich „Ethik, Religionen, Gemeinschaft“, was auch dem schulischen Lehrplan 21 entspricht. In der 1. Oberstufe lautet das Thema: «Umgang mit Behinderungen».
Die spezielle Unterrichtsform des Thementages/Impulstages ermöglicht es den Schülerinnen und Schüler, sich mit der Thematik vertieft und praxisnah auseinander setzen zu können. Normalerweise werden an diesem Tag verschiedene Institutionen, die im Zusammenhang mit dem Thema stehen, von den Klassen besucht. Zusätzlich kommen externe Referent*innen, oftmals selbst Menschen mit einer Behinderung, zu Besuch, so dass sie den Jugendlichen aus ihrem Alltag und ihren Erfahrungen erzählen können, was natürlich jedes Mal sehr eindrücklich ist.
Dieses Jahr waren diese Besuche wegen der aktuellen Corona-Lage nicht möglich. Umso erfreulicher war, dass der Thementag/Impulstag trotzdem in allen drei Schulhäusern der Sek eins Höfe durchgeführt werden konnte. Dank           des grossartigen Einsatzes der katholischen und reformierten Religionslehrpersonen, die kurzerhand das Programm so umgestaltet haben, dass eine schutzkonzeptkonforme Durchführung vor Ort möglich ist, erlebten die Jugendlichen in der Weid, der Leutschen und im Riedmatt einen ausserordentlich eindrücklichen, abwechslungsreichen und spannenden Schultag.
Egal ob beim Erlernen der Blindenschrift, beim Tast-Memory-Spiel mit geschlossenen Augen, beim virtuellen Kennenlernen von Menschen mit einer Höreinschränkung, in einem eindrücklichen Gruppenspiel mit der ganzen Klasse, bei dem nichts gesprochen werden durfte, einer Runde durch den Schulhausgang im Rollstuhl oder der Sinneserfahrung von körperlichen Einschränkungen – die Schülerinnen und Schüler erlebten an diesem Tag vieles, was sie nicht so schnell vergessen werden.
An dieser Stelle ein grosses Dankeschön allen, die diesen Tag möglich gemacht haben: Von der Schulleitung über die Lehrpersonen bis hin zu den Kirchgemeinden und nicht zuletzt den Religionslehrpersonen – ohne sie alle sind solch beeindruckende und Hindernis-überwindende Spezialtage nicht möglich.

Impulstag 2. OS «Leben – Tod – und dann?»

Einen spannenden Tag mit nicht alltäglichen Einblicken und Begegnungen erlebten die Schülerinnen und Schüler der 2. OS des Riedmatt-Schulhauses Wollerau anlässlich des interreligiösen Impulstages am Dienstag, 9. November 2021. Bei den unter dem Thema “Leben – Tod – und dann?” stehenden Impulstag geht es darum, das Sterben, den Tod und das “danach” zu enttabuisieren. Gleichzeitig werden sich die Jugendlichen durch vielfältige Zugänge dieser menschlichen Grunderfahrung bewusst.
Zum Einstieg erzählten Dominik und Oskar Gmür eindrücklich vom Leben, dem Abschiednehmen, dem Sterben und dem Tod von der Schwester resp. Tochter namens Steffi. Ihre Botschaft, jeden Tag wenn immer möglich zu geniessen, kann nicht nur ein Vorbild für die Schülerinnen und Schüler sein, sondern für uns alle. Anschliessend machten sich die Klassen auf, um an verschiedenen Orten in Wollerau das Thema zu erkunden.
Im Workshop mit den Schulsozialarbeiterinnen lernten die Jugendlichen, dass es hilft und entlastend sein kann, offen über das Tabu-Thema “Jugendsuizidalität” zu sprechen. Dank des Samaritervereins Schindellegi-Feusisberg erhielten die Jugendlichen einen Crash-Kurs in Sachen erste Hilfe, um für Notfälle an der Grenze zwischen Leben und Tod gewappnet zu sein. Und schliesslich gab der Bestattungsdienst Steiner aus Wollerau Einblick in seinen Arbeitsalltag und erklärte ganz praktisch, welche Schritte nach einem Todesfall notwendig sind und welche Bestattungsformen es alles gibt.
Am Ende des abwechslungsreichen Tages wurden alle offenen Fragen noch beantwortet und das Thema abgerundet. An dieser Stelle sei allen ganz herzlich gedankt, die diesen Tag ermöglicht haben. Ein besonderer Dank gilt den Workshopleitenden sowie allen Lehr- und Begleitpersonen.

Jugendliche auf “Mission Klaus”
Viel Wissen, Kombinationsfähigkeit und Geschick war nötig, um die “Mission Klaus” zu absolvieren. Die katholischen Schülerinnen und Schüler der 3. Oberstufe des Riedmatt-Schulhauses erlebten am 17. September 2020 einen abwechslungsreichen Impulstag in Flüeli Ranft. Ausgestattet mit dem Smartphone und dem “Klaus Sack” erfüllten die Jugendlichen zehn Missionen, welche sich rund um das Leben von Niklaus von Flüe und seiner Frau Dorothee drehen. Die Mission führte vom Geburts- und Wohnhaus bis hinunter in den Ranft und thematisiert auf eindrückliche und vielfältige Weise das Leben unseres Nationalheiligen Bruder Klaus und seiner heiligmässigen Frau Dorothee. Nach einem gemütlichen Picknick an der Melchaa feierte die ganze Gruppe Gottesdienst mit unserem Pfarrer Jozef Kuzar in der unteren Ranftkapelle. Auf dem Nach-Hause-Weg stand noch ein Besuch in Sachseln auf dem Programm, der Grabesstätte von Niklaus von Flüe. An dieser Stelle sei herzlich allen gedankt, die diese eindrücklichen Impulstag möglich gemacht haben.